Freitag, 22. November 2019

[Rezension] das wilde Herz der See

> Alexndra Christo


Verlag: dtv
Seitenanzahl: 384
Preis: 18,95 €
Genre: Romantasy
Einzelband
978-3-423-76220-5
Erschienen: Juli 2018
Kaufen?

Worum geht es?
Das Lied der Sirenen ist verführerisch und tödlich
Lira ist die Tochter der Meereskönigin und dazu verdammt, einmal im Jahr einem Prinzen das Herz zu rauben. Als Lira einen Fehler begeht, verwandelt ihre Mutter sie zur Strafe in die Kreatur, die sie am meisten verabscheut – einen Menschen. Und sie stellt ihr ein Ultimatum: Bring mir das Herz von Prinz Elian oder bleib für immer ein Mensch. Elian ist der Thronerbe eines mächtigen Königreichs und das Meer ist der einzige Ort, an dem er sich wirklich zu Hause fühlt. Er jagt Sirenen, vor allem die eine, die bereits so vielen Prinzen das Leben genommen hat. Als er eine junge Frau aus dem Ozean fischt, ahnt er nicht, wen er da an Bord geholt hat. Das Unerwartete geschieht: die beiden verlieben sich ineinander – doch hat ihre Liebe eine Zukunft?
Quelle: dtv Verlag

Meine Meinung

Der Klappentext spiegelt ziemlich gut die Handlung des ganzes Buches wieder.
Die zur Grausamkeit erzogen Lira soll das Herz des Freibeuters Elian stehlen. Nicht auf eine romantische Art und Weise sondern so brutal wie nur möglich. Sie soll keine Gefühle in Wallungen bringen sonder tatsächlich das Herz aus seiner Brust reißen.

Lira ist kein normales Mädchen, sondern die Tochter der Meereskönigin. Die Welt der Sirenen könnte grausamer nicht sein. Zuneigung, Herzlichkeit oder Glück dürfen nicht gezeigt werden. Nixen und Menschen sind Todesfeinde und um die stärksten, furchtbarsten Nachkommen zu zeugen müssen sich die Sirenen mit den unausstehlichen Kriegern der Königin paaren. Jedes Jahr zum Geburtstag müssen die Sirenen ein menschliches Herz erbeuten. Umso mehr Herzen eine hat desto größer ist ihre Macht. Das ist eins der Dinge die mir nicht gefallen haben. Warum muss die Unterwasserwelt so grausam sein?

Und Elian ist nicht irgendwer. Er ist der Thronerbe des wohlhabendsten der 100 Königreiche seiner Welt. Er sieht sich so gar nicht als Prinz und verbringt daher fast sein ganzes Leben auf der See. Sein Schiff und seine Crew sind viel mehr sein Zuhause und Familie als der königliche Hof. Elians Lebensziel ist es alle Sirenen zu töten, vorallem den sogenannten Fluch der Prinzen. Blöd nur, das eben dieser Fluch auf der Suche nach ihm ist um auch sein Herz zu rauben.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen obwohl es mir teilweise zu beschreibend war und dadurch langatmig. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Lira und Elain erzählt. Die erschaffene Welt ist wirklich wunderschön und facettenreich. Dafür kommen die Gefühle und Tiefe der Charaktere zu kurz.

Die Liebesgeschichte ist mir etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen und hat sich zum Ende hin viel zu schnell entwickelt. Das große Finale hat mich leider etwas enttäuscht. Ich habe es mir glorreicher vorgestellt. 


Die Hauptcharaktere werden ziemlich gut dargestellt, die Nebenfiguren leider kaum.

Fazit

Das Buch hat mich leider insgesamt enttäuscht. Die Idee ist wirklich klasse bloß an der Umsetzung hat es ein wenig gehagert. Hier hätte ich mir mehr Gefühl und Tiefe gewünscht. Eventuell hätte man aus dem Buch mehr Teile machen sollen, dann wäre das ein oder andere nicht unter bzw. verloren gegangen. So kann ich dieses Buch nicht besonders empfehlen.




Sonntag, 17. November 2019

[Rezension] Mystik City - das gefangene Herz

> Theo Lawrence


Verlag: Ravensburger
Seitenanzahl: 416
Preis: 10,00 €
Genre: Romantasy
Band 1
978-3-473-40099-7
Erschienen: April 2014
Kaufen?

Worum geht es?
Mystic City ist eine geteilte Stadt: Die Armen leben unten in den Ruinen überschwemmter Häuser, die Mächtigen hoch oben in Türmen aus Glas und Stahl. Als die Armen sich erheben, gerät Aria Rose, Tochter aus reichem Haus, zwischen die Fronten. Denn sie liebt Hunter, den Anführer der Rebellen.
Quelle: Amazon

Meine Meinung

Aria hat ein perfektes Leben. Sie ist die Tochter der einflussreichsten und wohlhabendsten Familie der Stadt. Sie kennt nur das luxuriöse Leben in den Horsten, hoch über dem ehemaligen New York aus unserer Zeit. Durch den Klimawandel und den dadurch angestiegenen Meeresspiegel wurde die Gesellschaft gespalten: weit oben über dem Wasser leben die Reichen in so genannten Horsten, unten in der überfluteten Stadt die Armen und Arbeiter. Am schlimmsten sind die Lebensumstände für die Mystiker, sie müssen im Ghetto wohnen und sind verpflichtet mehrmals im Jahr ihre magische Kraft abzapfen zu lassen. Denn die benötigt die Stadt der Reichen als Energiequelle.
Die politischen Machenschaften ihrer Familie bekommt Aria erst im Laufe der Handlung mit. Ihr größtes Problem ist ein ganz anderes: nachdem sie eine Überdosis genommen hat und damit dem Tod nur knapp entkommen konnte, leidet sie unter einer allumfassenden Amnesie. Leider muss sie in wenigen Wochen ihren Verlobten Thomas Forster heiraten, an den sie so gar keine Erinnerungen hat. Außerdem ist sie Teil der Wahlkampagne, die die beiden verfeindeten Familien Rose und Foster im Wahlkampf vereinen soll. Gemeinsam wollen sie den wahren Feind zur Strecke bringen: Die Mystikerin Violet Rose, die sich für ein besseres Leben der Armen und Mystiker einsetzt.
Außerdem gibt es da noch einen gefährlich gut aussehenden Mystiker Hunter von dem Aria nicht die Augen lassen kann.
Wird sie ihre Erinnerungen wieder bekommen? Wird sie heiraten und wie geht der Wahlkampf aus? Und was zum Henker soll sie mit Hunter machen? Warum bekommt sie ihn nicht aus ihrem Kopf?
Der Schreibstil des Autoren hat mir sehr gut gefallen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Aria erzählt und wechselt nicht einmal die Sicht. Die Handlung hat mich an mehreren Stellen überrascht und in Atem gehalten. Hier und da gibt es ein paar Längen und auch die ein oder andere Situation wird mir zu sehr beschrieben, aber alles zusammen ergibt es eine überaus interessante Geschichte. Auch wie die Welt beschrieben wird hat mir gefallen. Zu gerne würde ich mal so einen Horst in echt sehen.
Die Charaktere sind mir ein wenig zu kurz gekommen. Aria wurde sehr gut beschrieben und ich konnte sie auch recht gut kennen lernen, aber Figuren wie Davida, Turk, Kyle und viele weitere kann ich kaum bis gar nicht einschätzen. Über Hunter erfährt man auch nur das was man muss und nicht ein bisschen mehr. Ich hoffe das wird sich im nächsten Band ändern!

Fazit

Mystic City konnte mich echt überzeugen. Es hat seine Schwächen, diese sind aber ausbaufähig und könnten im zweiten Band ausgebessert werden. Es gefällt mir, dass aktuelle Themen wie schlechter Umweltschutz und dessen Konsequenzen, Rassismus und das völlig falsche Arm-Reich-Verhältnis aufgenommen wurden. Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Band der Reihe!




Dienstag, 12. November 2019

[Rezension] Die Gemeinschaft der Dolche

> Marie Lu


Verlag: Loewe
Seitenanzahl: 416
Preis: 18,95 €
Genre: Jugendbuch
Band 1
978-3-7855-8353-1
Erschienen: Januar 2017
Kaufen?

Worum geht es?
Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe.
Quelle:  Loewe

Meine Meinung

Adelinas Kindheit ist nicht gerade ein Zuckerschlecken. Nachdem fast alle aus ihrer Familie an dem Blutfieber erkranken und nicht alle überleben wendet sich ihr Leben zum schlechten. Ihr Vater wird skrupellos und lässt Adelina spüren, dass sie fortan anders ist, dass sie ein Malfetto ist. Jahrelang wird sie von ihrem Vater terrorisiert und wie ein Nichts behandelt. Sie schafft es zu fliehen und kommt bei Gleichgesinnten unter: Die Gemeinschaft der Dolche. Das Ziel der Gemeinschaft ist es die Krone zu stürzen, damit es den Malfettos besser geht. Kann sie diesen Fremden vertrauen? Warum sind alle so verschwiegen? Und wird die Gemeinschaft ihr Ziel erreichen? Und was passiert dann mit Adelina?

Die Handlung der Geschichte ist ziemlich spannend und die Idee des Buches mit den Malfettos und ihren individuellen Gaben total cool.

Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und werden abwechselnd aus verschiedenen Sichten erzählt. Am meisten lesen wir aus der Sicht von Adelina. Vor jedem Kapitel gibt es eine kleine Anekdote/ einen Vers aus der Welt der Malfettos. Das hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, genau wie die wunderschöne Karte im Buchdeckel.

Die Protagonistin Adelina ist im Gegensatz zu den anderen Figuren sehr stark ausgearbeitet. Bei ihr hatte ich das Gefühl sie richtig kennen zu lernen. Trotzdem, oder gerade deswegen, ist sie mir nicht besonders sympathisch. Sie ist kalt, verbittert und ein Jammerlappen. Teils kann ich sie verstehen, weil sie furchtbares durchmachen musste aber vom Jammern wird es nun mal nicht besser. Das Buch ist nicht darauf ausgelegt große Sympathien mit ihr zu schwingen. Eher hatte ich das Gefühl die Geschichte einer Schurkin zu lesen, statt die einer Heldin. Warum? Das musst du selbst herausfinden.

Die anderen Charaktere werden eher kurz und flach gehalten. Das finde ich sehr schade, weil so viele Figuren so viel Potenzial haben! Ich hoffe dieses wird in den nächsten Teilen ausgeschöpft.


Fazit

Das Buch hat mir trotz der schwierigen Protagonistin und der fehlenden Tiefe der anderen Charaktere gefallen. Es ist spannend geschrieben und hält den Leser im Atem. Ich bin sehr gespannt wie es mit Adelina weiter gehen wird, da der erste Teil mit einem fiesen Cliffhänger endet.



Donnerstag, 7. November 2019

[Rezension] Nebelsilber

> Tanja Heitmann


Verlag: cbt
Seitenanzahl: 400
Preis: nur noch gebraucht zu kaufen
Genre: Romantasy
Einzelband
978-3-570-16121-0
Erschienen: November 2015

Worum geht es?
Der Herzschlag, der dich ruft ...

Als die siebzehnjährige Edie mit ihrem Vater in ein einsames Haus im Wald zieht, will sie eigentlich nur ihren Liebeskummer bewältigen. Das abgeschiedene Wasserruh ist jedoch ein Ort voller Mythen, die einen unwiderstehlichen Reiz auf sie ausüben. Als plötzlich der vor zehn Jahren verschollene Silas Sterner vor ihr steht, kann er sich nur daran erinnern, dass ihr Herzschlag ihn zurückgebracht hat. Doch im Nebel des Erlenwalds lauert eine dunkle Macht darauf, Silas wieder in die Nachtschatten tief im Erdreich unter Wasserruh zu locken. Edie gerät in ein Netz aus alten Geheimnissen und Lügen, während das Band zwischen ihr und Silas immer stärker wird – bis es plötzlich zu reißen droht, als sie der Wahrheit zu nahe kommt.
Quelle:  Amazon

Meine Meinung

Edie Klaws zieht mit ihrem Vater nach Wasserruh, wo sie ein altes verlassenes Haus besitzen. Edie hat ein Geheimnis, eine besonderes Gabe. Diese übersinnliche Fähigkeit ist tief mit Wasserruh verbunden. Was es damit auf sich hat werden wir noch rausfinden. Auch der vor 10 Jahren verschwundene Silas Sterner hat eine Fähigkeit. Wurden sie ihm zum Verhängnis vor all den Jahren oder warum verschwand er so plötzlich in einer Nacht und Nebelaktion? Mit Silas Rückkehr gerät der Ort in Aufruhr und aus den Tiefen Wasserruhs taucht eine uralte Macht auf.

Die Geschichte hat mich total überrascht. Nie hätte ich mit der Wendung der Geschehnissen gerechnet. Das uralte Böse in diesem Buch hat mich wahnsinnig interessiert. Vorher habe ich noch kein Buch gelesen, welches sich mit diesem Wesen aus alten Sagen beschäftigt. Klasse! Natürlich gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte, diese steht aber nicht im Vordergrund und ebendieses gefällt mir besonders gut.

Der Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen. Die Autorin beschreibt die Gegend, die in Deutschland liegt, die Gefühle und alles drum und dran sehr schön geht aber nicht zu sehr in Detail. In dem ersten Drittel zieht sich die Geschichte etwas und auch während der Story gibt es ein paar Stellen in denen sich alles etwas hin zieht.

Die Charaktere sind alle individuell und authentisch ausgearbeitet. Sowohl die Haupt- als auch die Nebenfiguren können gut kennen gelernt werden. 

Fazit

Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen! Die Idee der Geschichte und die Umsetzung konnten richtig bei mir punkten. Auch die Charaktere gefielen mir sofort. Für die Längen in der Handlung gibt es ein paar Punkte Abzug, aber Alles in Allem eine große Empfehlung!




Freitag, 1. November 2019

[Rezension] Two can keep a secret

> Karen M. McManus


Verlag: cbj
Seitenanzahl: 412
Preis: 18,00 €
Genre: Jugendthriller
Einzelband
978-3-570-16538-6
Erschienen: Oktober 2019
Worum geht es?
Ellery kennt die dunkle Vergangenheit der Kleinstadt Echo Ridge nur allzu gut. Erst verschwand dort ihre Tante spurlos, dann wurde vor fünf Jahren die Homecoming Queen der Highschool ermordet. Der »Murderland-Killer« machte landesweit Schlagzeilen. Ausgerechnet dorthin zieht Ellery nun mit ihrem Zwillingsbruder. Zu einer Großmutter, die fast eine Fremde für sie ist. Als aus dem Nichts Morddrohungen gegen die zukünftige Homecoming Queen zirkulieren, ermittelt Ellery auf eigene Faust. Dabei lernt sie Malcolm kennen, den jüngeren Bruder des Hauptverdächtigen. Dann verschwindet wieder ein Mädchen und plötzlich steht jeder unter Verdacht
Quelle: cbj Verlag

Meine Meinung

Das Buch dreht sich um die bilderbuchartige Kleinstadt Echo Ridge. Vor zwanzig Jahren verschwand dort ein Mädchen, Sarah Corcoran, die Tante von Ezra und Ellery. Fünf Jahre später wurde Lacey, die Homecoming Queen der Highschool ermordet. Nun steht der nächste Homecoming Ball an und der Mörder lässt sich erneut blicken. Zuerst werden nur Drohungen in die Stadt geschmiert, doch dann verschwindet wieder ein Mädchen und kurz darauf wird eine Leiche gefunden. Kann das alles zusammenhängen? Und wie passen die Zwillinge Ellery und Ezra da rein?
Diese Geschichte ist sehr spannend.Die Geschichte wird, genau wie der Debütroman der Autorin, aus verschiedenen Sichten der Protagonisten erzählt. In diesem Buch verfolgen wir die Geschehnisse aus der Perspektive von Malcolm und Ellery.
Ellery ist gerade erst in Echo Ridge angekommen zusammen mit ihrem Bruder lebt sie bei ihrer Oma. Sadie, ihre Mutter scheint nicht die geborene Mutter zu sein und passt so gar nicht in eben dieser Rolle. Ellery ist ziemlich schlau,lässt sich nicht so leicht beeindrucken und ist eher zurückhaltend. Außerdem hat sie eine Vorliebe für True-Crime-Geschichten. Der Auslöser hierfür könnte das spurlose Verschwinden ihrer Tante vor 20 Jahren sein. Es liegt also nah, dass Ellery die Ermittlungen zu den jüngsten Ereignissen in Echo Ridge selbst in die Hand nimmt, zusammen mit ihrem Bruder und ihren neuen Freunden Malcolm und Mia.
Malcolm ist vollständig anders. Sein Bruder war bei der Ermordung von Lacey der Hauptverdächtige. Außerdem stand er schon immer im Schatten seines älteren Bruders und die Beziehung der beiden ist eher schlecht als recht. Malcolm versucht sich still zu verhalten und hofft nicht wahrgenommen zu werden, als die mysteriösen Umstände in Echo Ridge losgehen. Schnell gerät er in das Visier der Ermittler. 
Der Schreibstil hat mir wahnsinnig gut gefallen. Gerade die Abwechslung der Erzählperspektiven und genau das richtige Maß an Beschreibungen finden bei mir großen Anklang. Außerdem sind die verschiedenen Charaktere super ausgearbeitet und individuell.

Fazit

Ich habe bis zur letzten Seite mitgefiebert. Beim Lesen hatte ich verschiedene Theorien aufgestellt von der sich immerhin eine bewahrheitet hat. Mit dem Ende habe ich in der Form nicht gerechnet. Allerdings gefällt mir der Schluss auch nicht besonders. Ich hatte mir eine andere Auflösung, einen anderen Grund für all die bösen Dinge ausgemalt. Deshalb kann ich mich mit diesem Ende nicht anfreunden. Trotzdem ist dieses Buch eine absolute Empfehlung! Ich freu mich riesig auf das nächste Buch "One of us is next" welches im Mai 2020 erscheinen wird.



[Rezension] Jagd auf die Bestie

> Chris Carter


Verlag: Ullstein
Seitenanzahl: 416
Preis: 10,99 €
Genre: Thriller
Band 10
978-3-548-29191-8
Erschienen: Juli 2019

Worum geht es?
Lebenslang in Sicherheitsverwahrung.
Doch er ist entkommen.Sein Name: Lucien Folter.Robert Hunter wird nicht ruhen, bis er ihn wieder gefasst hat.
Robert Hunter weiß, wie Mörder denken. Der Profiler des LAPD jagt die grausamsten Killer. Der schlimmste von allen war Lucien Folter – hochintelligent und gewaltverliebt. Als Lucien aus der Sicherheitsverwahrung ausbricht, folgt Hunter seiner blutigen Spur. Und der Killer lockt den Widersacher mit einem perfiden Spiel in seine Nähe: Wer ist der Klügere? Wer wird gewinnen?
Quelle: Ullstein Verlag

Meine Meinung

Der Schreibstil von Chris Carter ist angenehm zu lesen, allerdings ist er mir zu beschreibend an den uninteressanten Stellen. Dafür gab es ganz viele kurze Kapitel die aus der Sicht von der Polizei und dem Täter sind. Das hat mir sehr gut gefallen. Allgemein bin ich recht flott durch das Buch gekommen obwohl ich es als nicht sonderlich spannend empfand.

"Jagd auf die Bestie" ist der 10. Fall für Hunter und Garcia. Das Buch lässt sich auch ohne Vorkenntnisse lesen. Es ist also nicht nötig die anderen 9 Teile vorab zu lesen. Allerdings wäre es gut vorher das Buch "Die stille Bestie" gelesen zu haben. Ich kann mich aber kaum noch an die Geschichte erinnern und konnte trotzdem gut in die den 10. Teil reinfinden.

Die Handlung beginnt spannend. Lucien bricht aus dem Gefängnis aus - nach seiner eigenen Art. Kaum ist er draußen geht das Morden auch schon los. Seine erste Taten reißen den Leser mit und lässt gespannt auf das Aufeinandertreffen von Lucien und Hunter hoffen. Danach beginnt sich die Handlung leider zu ziehen. Die Polizei und Lucien spielen ein ewiges Katz und Maus Spiel, welches gar nicht mehr zu enden scheint. Es war einfach nicht genug Spannung vorhanden. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Ermittler und Sondereinheiten hat mir außerordentlich gut gefallen.


Das Ende lässt mich auf noch einen Teil mit und über Lucien Folter spekulieren.

Fazit

Es ist durchaus ein guter Thriller, allerdings habe ich schon deutlich spannendere gelesen. Auch das Buch "die stille Bestie" von Chris Carter hatte viel mehr Spannung und Nervenkitzel zu bieten als der 10 Band der Reihe.



Sonntag, 20. Oktober 2019

[Rezension] Sturmherz

> Britta Strauss


Verlag: Drachenmond 
Seitenanzahl: 352
Preis: 14.90 €
Genre: Romantasy
Einzelband
978-3-93189-77-4
Erschienen: Oktober 2012

Worum geht es?
Maris Sehnsucht nach dem Meer wächst von Tag zu Tag. Immer wieder träumt sie sich in eine Welt voller Wunder und Freiheit, bis sie in einer eisigen Winternacht erkennt, welche Geheimnisse der Ozean tatsächlich verbirgt.
Man sagt, es gäbe Seehunde, die ihre Tiergestalt ablegen und zu Menschen werden.
Man sagt, sie seien ebenso kaltherzig wie verführerisch.
Nur ein Märchen für kalte Winterabende?
Während Mari die Wahrheit hinter einer uralten Legende aufdeckt, entspinnt sich eine Liebesgeschichte, wie sie magischer nicht sein könnte. Doch die Gier eines gnadenlosen Feindes droht alles zu zerstören.
Quelle: Drachenmond Verlag

Meine Meinung

In diesem Buch geht es um Mari und den sagenumwobenen Selkies. Selkies sind Wesen die im Meer als Seehunde leben und an Land ihre Tiergestalt ablegen können um als Mensch zu leben. Sie sind gefährlich! Sie rauben den Menschen die Seelen, singen um die Menschen in den Tiefen der Meere zu ertränken und lassen ihre Schiffe an den Felsen zerschellen. Alles Ammenmärchen, oder doch nicht?

Eines Abends entdeckt Mari einen verletzten Seehund, der mehr tot als lebendig scheint. Sie rettet ihn und stellt damit ihr ganzes Leben auf dem Kopf. Dieser Seehund ist kein normales Tier, er ist ein Selkie. Womöglich der letzte seiner Art. 

Recht schnell fühlt sich Mari für Louan verantwortlich. Und alsbald entwickeln sich Gefühle. Doch kann sie ihm vertrauen? Einem wilden Tier, dessen Vergangenheit sie nicht kennt? Was hat er zu verbergen?

Louan tastet sich Schritt für Schritt an die neue Welt ran. Das letzte Mal, dass er unter Menschen lebte war im 19. Jahrhundert. So einiges verwirrt ihn und er muss vieles lernen.

Lange hält der Frieden nicht, denn in einem unvorsichtigen Augenblick wurde der Selkie bei einer seiner Verwandlungen beobachtet. Wissenschaftler machen sich auf dem Weg um diese bahnbrechende Entdeckung für sich und ihre Karriere zu nutzen. Werden sie ihn in die Finger kriegen? Außerdem lauert noch ein anderer, ältere Feind im Dunklen und wartet nur auf seine Chance anzugreifen.

Die Idee mit den Selkies finde ich spitze, da ich noch nie von ihnen gehört hatte haben sie mich wahnsinnig interessiert. Allerdings finde ich die Handlung bzw. die Spannung ausbaufähig. Die meiste Zeit über plätscherte die Geschichte vor sich hin und nichts wirklich wichtiges passierte. Irgendwann kamen dann die Wissenschaftler dazu und es wurde etwas aufregender.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen! Britta Strauss kann sehr gut beschreiben und den Leser in die gewünschte Atmosphäre bringen. Die Kapitel waren mir persönlich zu lang. Die Sichtwechsel haben bei mir großen Anklang gefunden. Meistens lesen wir aus der Sicht von Mari und Louan aber auch aus der Perspektive von den Wissenschaftlern. Durch letztes nahm der Spannungsbogen dann wieder ab, weil klar war welche Schritte als nächstes geplant waren.

Zu den Charakteren konnte ich keine Beziehung aufbauen, da mir die Tiefe gefehlt hat. Ich habe nicht das Gefühl jemanden richtig kennen gelernt zu haben. Dadurch hat mich vieles nicht so ergriffen und ich konnte nicht so mitfiebern. Die Liebesgeschichte zwischen Mari und Louan ging mir etwas zu fix.

Fazit

Die Selkies sind furchtbar interessant aber leider fehlt es der Geschichte an Spannung. Schade ist auch, dass ich keine Bindung zu den Figuren aufbauen konnte und dadurch vieles verloren ging. Trotzdem ist es ein nettes Lesevergnügen gewesen. Besonders der schöne Schreibstil hat vieles rausholen können. Ich werde auf jeden Fall noch ein anderes Buch von Britta Strauss lesen, welches mir dann vielleicht besser gefallen wird. "Sturmherz" ist für mich mittelmäßig aber trotzdem einen näheren Blick wert.




Montag, 14. Oktober 2019

[Rezension] das Hotel der Erinnerung

> Chelsea Bobulski


Verlag: Carlsen
Seitenanzahl: 352
Preis: 13.00 €
Genre: Jugendbuch/ Fantasy
Einzelband
978-3-551-31813-8
Erschienen: August 2019

Worum geht es?
Als die 16-jährige Nell mit ihrem Vater in das Grand Winslow Hotel zieht, hofft sie die dunklen Jahre nach dem Tod ihrer Mutter endlich hinter sich lassen zu können. Das opulente Resort scheint der perfekte Ort für einen Neuanfang zu sein. Doch dann tauchen an den Wänden plötzlich mysteriöse Nachrichten auf. Und Nell wird von Albträumen geplagt, die schlimmer sind als je zuvor. Alles deutet auf eine Tragödie hin, die sich vor Jahrzehnten an diesem Ort ereignet hat. Kann Nell mit Hilfe des Hotelangestellten Alec verhindern, dass sich die schrecklichen Ereignisse wiederholen?

Quelle: Carlsen Verlag

Meine Meinung

"Das Hotel der Erinnerung" hat mich optisch sofort angesprochen. Das Cover gefällt mir sehr gut und beim Lesen stellte sich schnell heraus wie gut das Cover und der Titel zum Buch passen.

Der Schreibstil gefällt mir ebenfalls sehr gut. Wir lernen das Hotel aus zwei verschiedenen Epochen kennen. Zu einem wird die Geschichte aus der Sicht von Nell erzählt, die in der Gegenwart lebt, und zum anderen wird uns von Lea aus der Vergangenheit berichtet. Die Sichtweisen wechseln nach jedem Kapitel. Dieser historische Teil hat mir unglaublich gut gefallen! 

Zur Handlung mag ich nichts weiter sagen außer: die Leben der Mädchen sind enger miteinander verknüpft als es zuerst den Anschein macht. Alles weitere würde zu sehr spoilern und das ist doof.

Nell und Lea haben mir beide sehr zugesagt. Sie sind ziemlich sympatisch, tapfer und bleiben sich selbst treu. Natürlich jeweils an ihrer Epoche abgestimmt, denn in 1905 konnte man nicht alles sagen und tun wie in der heutigen Zeit. Lea konnte ich etwas mehr leiden, da mir Nell ab und an mit ihrer toten Mutter und den angeblichen psychischen Problemen nervte.

 Außerdem fand ich die Erzählungen aus Leas Sicht viel spannender, weil mich die vergangen Zeit schon immer mehr interessiert hat als das Hier und Jetzt. 

Besonders mysteriös oder spooky fand ich das Buch nicht. Teilweise ist es etwas vorhersehbar, was das Ende betrifft, aber trotzdem empfand ich den Verlauf der Geschichte als spannendes Lesevergnügen. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende perfekt durchdacht und ergibt ein stimmiges Ende.

Fazit

Die Geschichte von Nell und Lea hat mich gepackt und trotz leichter Vorhersehbarkeit nicht losgelassen. Das Setting ist total schön mit dem Glanz der alten Zeit und der Einfachheit der Moderne. Die Charaktere sind durchweg sympatisch und alles ergibt in sich einen Sinn und stimmt am Ende überein. 






Freitag, 4. Oktober 2019

[Rezension] Rotkäppchens Traum

> Max Bentow

Verlag: Goldmann Verlag
Seitenanzahl: 368
Preis: 15.00 €
Genre: Thriller
Band 8
978-3-442-20543-1
Erschienen: August 2019

Worum geht es?
Als Annie Friedmann wieder zu Bewusstsein gelangt, ist sie zutiefst verstört. Warum liegt sie in einem Wald, unter Laub verborgen? Wie ist sie hierher gekommen, und warum klebt Blut an ihrem roten Mantel? Ihre Erinnerung ist wie ausgelöscht, sie weiß nur, dass sie namenlose Angst hat. Alles wird immer rätselhafter, als sie herausfindet, dass sie sich in einem kleinen Ort in der Nähe von Ulm befindet – eine Gegend, die ihr gänzlich unbekannt ist. Und warum behauptet ein ihr fremder Mann, eine Liebesbeziehung mit ihr zu haben? Annie macht sich auf die verzweifelte Suche nach der Wahrheit. Und was sie entdeckt, droht ihr ganzes Leben zu zertrümmern.
Quelle: Goldmann Verlag

Meine Meinung

In Rotkäppchens Traum geht es um die junge Annie Friedmann. Sie erwacht eines Morgens fast unbekleidet in einem Waldstück. Die Erinnerungen an die letzten zwei Wochen sind völlig ausgelöscht. Sie weiß noch, dass sie einen Streit mit ihrem Freund hatte und dann Hals über Kopf abgehauen ist. Bloß wohin? Und wer ist der charmante Mann, der behauptet ein paar heiße Liebesnächte mit ihr verbracht zu haben?

Verwirrt und desorientiert kehrt Annie nach Berlin zu ihrem Partner Ben zurück. Nach einem kurzen Hin und Her glätten sich die Wogen zwischen den beiden, doch so ganz scheint Ben Annie nicht zu glauben. Trotzdem möchte er Annie helfen ihre Erinnerung wieder zu erlangen. Prompt fahren beide zurück zu dem idyllischen Ort bei Ulm.

Dort werden immer mehr Unklarheiten ans Licht befördert und Ben muss sich eingestehen das er seine Annie überhaupt nicht zu kennen scheint. Wer ist sie? Könnte sie jemanden etwas antun? Hat sie es vielleicht schon getan?

Annie verstrickt sich immer mehr in ihrem Lügenkonstrukt. Schritt für Schritt enthüllt sie eine Wahrheit nach der anderen und zeigt Ben somit ihr Innerstes.

Doch wer ist dieser seltsame Mensch im Hintergrund? Die Person, die von niemanden beachtet wird. Die immer im Dunkeln steht und alle beobachtet. Dieser jemand hat Dinge gesehen und getan, die uns die Nackenhaare sträuben lassen.

Der Schreibstil von Max Bentow ist wie gewohnt sehr gut. Seine Art ist einfach angenehm zu lesen. Besonders mag ich es, dass wir sowohl aus der Sicht von Annie als auch von einer anderen mysteriösen Person lesen.

Hauptsächlich dreht sich das Buch um die Geschichte von Annie Friedmann und was in den letzten Wochen geschehen ist. Hin und wieder gibt es auch ein paar Einblicke in die Vergangenheit. Ein wenig hab ich das blutige Gemetzel vermisst. Andere seiner Bücher sind um einiges blutiger und grausamer. Diesen Nervenkitzel habe ich hier vergeblich gesucht. Trotzdem empfinde ich das Buch keines Wegs langweilig. Es ist spannend und interessant Stück für Stück in die Erinnerung einzutauchen und Annie besser kennen zu lernen. 

Mit dem Ende bin ich nicht zu hundert Prozent zufrieden. Hier hätte noch mehr rausgeholt werden können. Es ist mir zu offen und die Geschichte wirkt dadurch auf mich nicht richtig abgeschlossen. Ich denke nicht das wir noch einmal von Annie Friedmann lesen werden.

Was in diesem Buch gänzlich fehlt ist mein geliebter Ermittler Nils Trojan! Generell fehlt hier komplett die Seite der Polizei. Dieses Buch wird ausschließlich von "der anderen Seite" erzählt. Schade, ich mag Trojan echt gerne und hoffe im nächsten Buch wieder auf seinen Namen zu stoßen.

Fazit

Fan oder nicht - ich kann euch das Buch nur empfehlen. Es ist kein Schocker, der nur für harte Leser geeignet es. Auch die "Softies" können beruhigt zu diesem Buch greifen. Das ist kein Stoff aus dem Alpträume gemacht sind. Die Geschichte ist eher eine spannende Reise auf dem Weg zur Wahrheit. Ich muss mich etwas kryptisch ausdrücken, weil ich niemanden spoilern möchte. Wer ein klein wenig Nervenkitzel sucht ist hier auf jeden Fall richtig.

Ich hoffe im Band 9 wieder von unserem Nils Trojan zu lesen. ;)




Freitag, 27. September 2019

[Rezension] Du wolltest es doch

> Louise O Neil


Verlag: Carlsen
Seitenanzahl: 368
Preis: 18.00 €
Genre: Young Adult
Einzelband
978-3-551-58386-4
Erschienen: Juli 2018

Worum geht es?
Emma ist hübsch und beliebt, die Jungs reißen sich um sie. Und sie genießt es, versucht, immer im Mittelpunkt zu stehen: Das Mädchen, das jeden herumkriegt. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid?  
Quelle: Carlsen Verlag

Meine Meinung

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Die Gefühle und Situationen wurden sehr authentisch rüber gebracht. Ein Kritikpunkt für mich sind die Gedanken und Anmerkungen von Emma, welche in Klammern gesetzt wurden. Die haben mich im Lesefluss stocken lassen. Meiner Meinung nach hätte man diese Klammern weglassen können.

Zu Beginn des Buches - und wenn ich drüber nachdenke auch bis zur letzten Seite - konnte ich Emma nicht leiden. Sie ist selbstsüchtig, hinterlistig, spielt falsche Spiele und macht gute Miene zum bösen Spiel. Als Leser bekommt man diese Eigenschaften von der ersten Seite an mit. Gerade deshalb denke ich, dass genau das der "Plan" der Autorin war. Hier wird ein Mädchen zum Opfer einer fürchterlichen Tat, welches nicht dem Bild der 0815 Mary Sue entspricht.

Ich finde nicht, dass sich Emma während der Handlung weiterentwickelt hat. Auch am Ende des Buches verhält sie sich genau gleich gegenüber ihrer Familie und Freunden wie z. B. Connor. Im Bezug auf wilde Partys, knappe Outfits, Alkohol und Männer hat sich ihre Ansicht jedoch schon geändert.

Die Handlung empfand ich als wenig spannend aber dafür umso aufwühlender! Zweimal habe ich eine längere Pause eingelegt, weil ich einfach nicht mehr weiter lesen wollte. Oft war ich einfach unfassbar geschockt und wütend. Nach wie vor kann ich nicht verstehen wie man als Elternteil, als Lehrer, als Freund/ Freundin oder auch nur als stinknormaler Bürger so handeln, so versagen kann. Emmas Eltern sind ein Witz! Sowohl nach der Vergewaltigung als auch davor ist das Verhältnis zu ihnen miserabel. Die Mutter sucht ihren Trost im guten alten Alkohol während der Vater noch mehr arbeiten geht als ohnehin schon. Von Emmas so genannten Freundinnen will ich gar nicht erst anfangen, da ist eine schlimmer als die andere. Niemand glaubt Emma, alle halten zu den Jungs aus gutem Elternhaus. Es tat mir einfach Leid wie mit Emma umgegangen wurde.

Ein anderes wichtiges Thema welches im Buch aufgegriffen wurde ist Social Media. Ohne Plattformen wie Instagram, Snapschat, Facebook und Co wäre alles nicht so aus dem Ruder gelaufen. Haterkommentare, Trolling und ungewolltes verbreiten von Fotos ist auch für uns nichts Neues und für manche leider alltäglich. In Emmas Geschichte nehmen auch diese Dinge einen großen Platz ein. 

Das Ende konnte mich leider gar nicht mitreißen. Ohnehin konnte ich Emmas Entscheidungen oft nicht nachvollziehen, aber das Ende war wirklich gar nicht toll. Ich meine, am Schluss hat sich das Durchhalten, die Anfeindungen und einfach alles nicht gelohnt.

Im Nachwort erklärt die Autorin warum das Ende so ist, wie es ist. Das fand ich gut, hätte mir aber trotzdem ein anderes gewünscht.

Fazit

Lest alle dieses Buch! Es ist wichtig. Es ist krass. Es ist emotional. Es behandelt absolut wichtige, aktuelle Themen. Ich finde Bücher wie dieses hier müssten als Schullektüre behandelt werden. Allgemein sollte das Thema Vergewaltigung mehr angesprochen werden anstatt es tot zu schweigen.