Freitag, 27. September 2019

[Rezension] Du wolltest es doch

> Louise O Neil


Verlag: Carlsen
Seitenanzahl: 368
Preis: 18.00 €
Genre: Young Adult
Einzelband
978-3-551-58386-4
Erschienen: Juli 2018

Worum geht es?
Emma ist hübsch und beliebt, die Jungs reißen sich um sie. Und sie genießt es, versucht, immer im Mittelpunkt zu stehen: Das Mädchen, das jeden herumkriegt. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid?  
Quelle: Carlsen Verlag

Meine Meinung

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Die Gefühle und Situationen wurden sehr authentisch rüber gebracht. Ein Kritikpunkt für mich sind die Gedanken und Anmerkungen von Emma, welche in Klammern gesetzt wurden. Die haben mich im Lesefluss stocken lassen. Meiner Meinung nach hätte man diese Klammern weglassen können.

Zu Beginn des Buches - und wenn ich drüber nachdenke auch bis zur letzten Seite - konnte ich Emma nicht leiden. Sie ist selbstsüchtig, hinterlistig, spielt falsche Spiele und macht gute Miene zum bösen Spiel. Als Leser bekommt man diese Eigenschaften von der ersten Seite an mit. Gerade deshalb denke ich, dass genau das der "Plan" der Autorin war. Hier wird ein Mädchen zum Opfer einer fürchterlichen Tat, welches nicht dem Bild der 0815 Mary Sue entspricht.

Ich finde nicht, dass sich Emma während der Handlung weiterentwickelt hat. Auch am Ende des Buches verhält sie sich genau gleich gegenüber ihrer Familie und Freunden wie z. B. Connor. Im Bezug auf wilde Partys, knappe Outfits, Alkohol und Männer hat sich ihre Ansicht jedoch schon geändert.

Die Handlung empfand ich als wenig spannend aber dafür umso aufwühlender! Zweimal habe ich eine längere Pause eingelegt, weil ich einfach nicht mehr weiter lesen wollte. Oft war ich einfach unfassbar geschockt und wütend. Nach wie vor kann ich nicht verstehen wie man als Elternteil, als Lehrer, als Freund/ Freundin oder auch nur als stinknormaler Bürger so handeln, so versagen kann. Emmas Eltern sind ein Witz! Sowohl nach der Vergewaltigung als auch davor ist das Verhältnis zu ihnen miserabel. Die Mutter sucht ihren Trost im guten alten Alkohol während der Vater noch mehr arbeiten geht als ohnehin schon. Von Emmas so genannten Freundinnen will ich gar nicht erst anfangen, da ist eine schlimmer als die andere. Niemand glaubt Emma, alle halten zu den Jungs aus gutem Elternhaus. Es tat mir einfach Leid wie mit Emma umgegangen wurde.

Ein anderes wichtiges Thema welches im Buch aufgegriffen wurde ist Social Media. Ohne Plattformen wie Instagram, Snapschat, Facebook und Co wäre alles nicht so aus dem Ruder gelaufen. Haterkommentare, Trolling und ungewolltes verbreiten von Fotos ist auch für uns nichts Neues und für manche leider alltäglich. In Emmas Geschichte nehmen auch diese Dinge einen großen Platz ein. 

Das Ende konnte mich leider gar nicht mitreißen. Ohnehin konnte ich Emmas Entscheidungen oft nicht nachvollziehen, aber das Ende war wirklich gar nicht toll. Ich meine, am Schluss hat sich das Durchhalten, die Anfeindungen und einfach alles nicht gelohnt.

Im Nachwort erklärt die Autorin warum das Ende so ist, wie es ist. Das fand ich gut, hätte mir aber trotzdem ein anderes gewünscht.

Fazit

Lest alle dieses Buch! Es ist wichtig. Es ist krass. Es ist emotional. Es behandelt absolut wichtige, aktuelle Themen. Ich finde Bücher wie dieses hier müssten als Schullektüre behandelt werden. Allgemein sollte das Thema Vergewaltigung mehr angesprochen werden anstatt es tot zu schweigen. 




Freitag, 20. September 2019

[Rezension] Paper Paradies - die Sehnsucht

> Erin Watt




Verlag: Piper
Seitenanzahl: 368
Preis: 12,90 €
Genre: Young Adult
Band 5
978-3-492-06117-9
Erschienen: Juli 2018

Worum geht es?

Seit Hartley den attraktiven, reichen und wilden Easton Royal kennengelernt hat, ist in ihrem Leben nichts mehr, wie es war. Sie schwebt auf Wolke sieben – doch an jeder Ecke lauern neidische Feinde. Als der schreckliche Unfall geschieht, bei dem Eastons Bruder lebensgefährlich verletzt wird, stellt das ihre neue Liebe auf eine harte Probe. Und als Hartley infolge des Unfalls auch noch ihr Gedächtnis verliert, kann sie niemandem mehr vertrauen. Sie spürt zwar die starke Anziehungskraft, die von dem sexy Royal mit den strahlend blauen Augen ausgeht, doch kann sie sich wirklich auf den wilden, unbändigen Easton verlassen und sich ein zweites Mal in ihn verlieben?
Quelle: Piper Verlag

Meine Meinung

Das Buch knüpft nahtlos an den fiesen Cliffhanger von Band 4 an. Die Handlung ist besonders in der ersten Hälfte wenig spannend wodurch sich die Geschichte ziemlich zieht obwohl der Schreibstil wie gewohnt gut ist. Die erste Hälfte langweilte mich, weil Easton und Hartley einfach ihrer Wege gehen und sich nur mit ihren eigenen Problemen beschäftigen. Hart hat mit ihrer Amnesie zu kämpfen und versucht etwas Licht ins Dunkeln zu bringen. East kümmert sich mehr oder weniger um seine Familie, da einer seiner Brüder einen schweren Autounfall erlitt. Beide Probleme sind aber überhaupt nicht relevant für die Geschichte also warum wurde den Protagonisten Steine in den Weg gelegt? Ab er zweiten Hälfte findet unser Paar endlich wieder zusammen. Für mich wurde die Story von da an viel besser, spannender und interessanter. Allerdings vermisse ich die sexy Szenen, die ab dem dritten Band der Reihe immer mehr abgenommen haben.

Die Charaktere mochte ich wirklich gern. Alle sind individuell und gut ausgearbeitet. Easton macht eine riesen Entwicklung durch und ist am Ende doch endlich erwachsen geworden. Aber er hat viel seiner Bissigkeit verloren. Eine Sache die ihn für mich ausgemacht hat. Hartley ist nach wie vor sehr bedacht und handelt nicht einfach aus einem Impuls heraus.

Die Aufklärung hätte ich mir etwas umfangreicher gewünscht. Viele Fragen sind für mich immer noch nicht geklärt und stehen unbeantwortet im Raum. Hier hätte man einiges mehr rausholen können.

Das Ende war niedlich und hat der ganzen Reihe ein süßes Happy End beschert, hätte für mich aber nicht unbedingt in der Art stattfinden müssen.

Fazit

Die Paper Reihe ist nun (endgültig?) vorbei. Dieser letzte Teil konnten mich nicht unbedingt von sich überzeugen. Er hatte doch so einige Schwachstellen und konnte für mich nicht mit den anderen Teilen mithalten. Es würde mich freuen, wenn es noch einen weiteren Band über die Zwillinge Sebastian und Saywer sowie deren Freundin Lauren ginge. Diese Liebesgeschichte stell ich mir absolut interessant vor auch wenn ich noch nie ein Freund von Lauren war.





Montag, 9. September 2019

[Rezension] The Lie she never told

> Laura Labas


Verlag: Drachenmond
Seitenanzahl: 306
Preis: 12,90 €
Genre: Romance Mystery
Einzelband
978-3-95991-680-6
Erschienen: Februar 2019

Worum geht es?

Mein Name ist Faith Rochester und ich habe meine beste Freundin getötet.
Fast drei Jahre später kehre ich in meine Heimatstadt zurück, in dem Wissen, dass mich niemand ansehen, geschweige denn mit mir reden wird. Niemand – bis auf eine Ausnahme. Liam Bridges hat sehr viel über mich und den Tod seiner Schwester zu sagen und nichts davon ist besonders nett.
Nachdem Faith ihre beste Freundin Emma auf einem Foto, das nach ihrem vermeintlichen Tod aufgenommen wurde, entdeckt, reist sie nach Grayne Village. Zurück an den Ort, an dem alles seinen Anfang nahm. Dort erkennt sie schon bald, dass das Mysterium um Emmas Verschwinden weiter und tiefer reicht, als sie geahnt hat. Ist Emma wirklich tot oder gibt es noch Hoffnung? Wie tief muss Faith graben, um die Wahrheit endlich aufzudecken und sich von den Lügen einer ganzen Stadt zu befreien?
Quelle: Drachenmond Verlag

Meine Meinung

Der Schreibstil der Autorin ist einfach federleicht. Man kommt schnell weiter und trotzdem ist alles ausführlich genug beschrieben. Die Kapitellängen sind optimal. Geschrieben ist die Geschichte aus Sicht von Faith, hin und wieder gibt es kleine Rückblenden, aber insgesamt liest man immer aus ihrer Sicht.

Faith mochte ich gern, sie ist sehr still und versucht es immer allen recht zu machen. Keiner in der Stadt mag sie, da alle glauben, dass sie Emma umgebracht hat. Neben Faith spielen Liam, Annie, Hera und Officer Thomsen eine große Rolle. Liam ist Emmas Bruder, Annie und Hera freunden sich mit ihr an und Officer Thomsen verhaftet sie, weil er glaubt sie habe ein Auto gestohlen. Alle diese Charaktere blieben ziemlich flach. Man liest von ihnen, aber richtig viel von ihnen erfahren hat man nicht. Es treten auch andere Charaktere auf, wie David oder Jordan. Sie haben aber zu den Ermittlungen beigetragen und am Ende wird dem Leser bewusst, wie wichtig diese beiden doch sind.

Die Handlung war durchaus spannend und interessant. Als Leser fiebert man richtig mit Faith und ihren Nachforschungen mit. Trotzdem hätte für mich noch etwas mehr Nervenkitzel dabei sein dürfen. Das Ende und die Aufklärung darüber was nun wirklich in der Nacht vor drei Jahren geschah, überraschte mich dann doch.

Die kleine Liebesgeschichte in dem Buch hat mich mehr verwundert als gefallen. In einem Moment hält er Faith für die Mörderin, hasst sie und denkt das sie fortwährend lügt und im nächsten Augenblick steckt er ihr die Zunge in den Hals. Das fand ich etwas bei den Haaren herbeigezogen und ging mir viel zu flott.

Fazit

Eine spannende Geschichte über eine Stadt voller Idioten und eine starke Protagonistin, auf der Suche nach der Wahrheit. Dennoch hätten die Charaktere mehr Tiefe vertragen können und ein klitzekleines bisschen mehr Spannung.



Dienstag, 3. September 2019

[Rezension] Was geschah mit Femke Star

> Kerstin Ruhkieck



Verlag: Drachenmond
Seitenanzahl: 500
Preis: 14,90 €
Genre: Jugendthriller
Einzelband
978-3-95991-441-3
Erschienen: Dezember 2018

Worum geht es?

Jedes Mädchen hat ein schmutziges Geheimnis. Jedes. Auch du. Doch was würdest du tun, wenn dein Geheimnis eigentlich meins wäre, und nur ich, nicht du, die Wahrheit kenne?
Und was geschah mit Femke Star?
Von hässlichen Erinnerungsfetzen geplagt, versucht Anouk herauszufinden, was Femke widerfahren ist, und stößt dabei auf eine Mauer des Schweigens. Und auch die Zeit arbeitet gegen sie, als Anouk die Hauptverdächtige eines Verbrechens wird, das sie nicht begangen hat.


Einst waren Femke und Anouk beste Freundinnen, bis ein Verrat die beiden entzweite. Was blieb, war die Hassliebe zweier Mädchen, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt hatten. Doch als Femke eines Tages Anouk um Hilfe bittet, kommt es zu einem schrecklichen Unfall, der Anouks Leben für immer verändert.
Quelle: Drachenmond Verlag

Meine Meinung

Der Schreibstil von Kerstin Ruhkieck hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Hier und da gibt es ein paar Längen und Ausdehnungen die ich nicht gebraucht hätte aber ansonsten kann ich nicht meckern.

Zu Beginn der Geschichte war ich absolut verwirrt und dachte noch "wenn es nicht besser wird, werde ich das Buch abbrechen" zum Glück habe ich weitergelesen, denn das Buch behandelt so viele wichtige und vor allem aktuelle Themen.

Obwohl es als Jugendthriller deklariert ist finde ich das es mit einem Thriller wenig gemeinsam hat. Die Bücher die ich aus dem Genre kenne sind komplett anders und überhaupt nicht zu vergleichen in Hinsicht auf Blutdurst und Spannung. Tatsächlich empfand ich das Buch als wenig spannend, musste aber trotzdem ständig weiterlesen. Ein Grund dafür kann meine Fassungslosigkeit sein. Noch nie zuvor hat mich ein Buch so fassungslos zurückgelassen. Themen wie Mobbing, Sexualität oder sexuelle Belästigung jeglicher Art sind leider nach wie vor absolut präsent und häufen sich immer mehr. Deswegen sollte jeder dieses Buch oder ein anderes mit selber Orientierung lesen bzw. sich mit diesen Themen in der Schule ernsthaft auseinander setzen.

Das Ende, mit allen Wendungen und Offenbarungen, kam mir dann etwas zu plötzlich hat mich jedoch vollkommen zerstört. Dieses Buch lässt mich an der Menschheit zweifeln denn ich bin absolut überzeugt davon, das es in dieser Art genau so passieren könnte oder vielleicht gerade in diesen Moment irgendwo so zu geht. Das ist einfach nur bitter.

Zu den Charakteren kann ich nicht viel sagen. Sie sind auf jeden Fall alle gut ausgearbeitet und individuell, eine Bindung konnte ich allerdings zu niemanden aufbauen da ich mich mit keinem identifizieren kann.

Fazit

Dieses Buch ist wichtig. Du musst es lesen! Es ist nicht an den Haaren herbeigezogen und behandelt absolut ernsthafte und aktuelle Probleme unserer Gesellschaft. Im ersten Drittel hätten Seiten eingespart werden können, um das Ende etwas auszudehnen und allgemein etwas mehr Spannung einbauen zu können. Noch nie zuvor hat mich ein Buch nach dem lesen noch so lange beschäftigt. Schaut es euch genauer an aber erwartet keinen heftigen Thriller.




Mittwoch, 21. August 2019

[Rezension] Lieblingskind

> C. J. Tudor


Verlag: Goldmann
Seitenanzahl: 430
Preis: 15,00 €
Genre: Thriller
Einzelband
978-3-442-20579-0
Erschienen: Juli 2019

Worum geht es?

Eines Nachts verschwand seine geliebte Annie. Aus ihrem eigenen Bett. Das ganze Dorf hat sie gesucht, überall. Alle haben das Schlimmste befürchtet. Und dann, wie durch ein Wunder, kehrte sie vierundzwanzig Stunden später zurück. Aber sie konnte – oder wollte – nicht sagen, was ihr zugestoßen war. Und auch er konnte es sich nicht erklären. Er wusste nur, dass sie nicht mehr dieselbe war. Nicht mehr seine Annie. Und er bekam Angst - mörderische Angst vor seiner eigenen kleinen Schwester.
Quelle: Goldmann Verlag

Meine Meinung

Mittlerweile sind 25 Jahre vergangen als Joe eine Mail erhält, aus der hervorgeht, dass jemand weiß was mit seiner Schwester geschah und noch viel schlimmer, dass es wieder passierten wird. Joe wird klar, dass er zurück in seine Heimatstadt muss, und bewirbt sich an der örtlichen Schule in Arnhill, dem Ort seiner Kindheit. Dort angekommen merkt er jedoch schnell, dass er nicht einmal unter den Leuten erwünscht ist, die einst in seiner Clique waren. Je länger er recherchiert desto mysteriöser wird es in dem kleinen Ort. Joe gibt nicht auf, endgültig herauszufinden was vorgefallen ist, doch hat er noch ein anderes, weit größeres Problem: "Freunde" aus der Vergangenheit sind ihm auf den Fersen und so hofft er gleichzeitig auch in Arnhill erst einmal untertauchen zu können - womit er sich natürlich gänzlich irrt. Es beginnt eine Jagd nach der Wahrheit und ein Kampf gegen seine Vergangenheit. Die Handlung hat mir wirklich gut gefallen, obwohl ich sie teilweise ziemlich vorhersehbar fand. Spannung war auf jeden Fall trotzdem da. Außerdem haben mir die Wendungen gut gefallen und für die ein oder andere Überraschung gesorgt.

Der Schreibstil hat mich angesprochen und gepackt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und hab es in wenigen Tagen durchgelesen. 

Die Charaktere standen in diesem Buch auf jeden Fall im Vordergrund. Diese Geschichte ist nicht blutrünstig oder grausam vielmehr beschäftigt sie sich damit, Joes Vergangenheit zu ergründen und seine Gegenwart zu verbessern. Die Charakterisierung ist auf jeden Fall gut gelungen.


Fazit

Der Thriller hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung ist spannend aber nicht so gruslig wie ich es von einem Thriller erwarte. Trotzdem war die Spannung von Anfang an bis zum Schluss da. Ich hab das Lesen von Lieblingskind sehr genossen und kann euch das Buch absolut empfehlen.



[Rezension] So kalt wie Eis, so klar wie Glas

> Oliver Schlick


Verlag: Ueberreuter
Seitenanzahl: 384
Preis: 16,95 €
Genre: Fantasy
Einzelband
978-3-76417-0431
Erschienen: August 2015

Worum geht es?

Lichtzeichen im Wald. Ein rätselhafter Fremder. Eine unzerbrechliche Schneekugel. Cora ist wild entschlossen, alldem auf den Grund zu gehen und das Geheimnis ihrer neuen Heimat zu lüften. Sie ahnt nicht, wie sehr sie schon in die Ereignisse verstrickt ist und in welcher Gefahr sie schwebt.
Quelle: Ueberreuter Verlag

Meine Meinung

Cora Dorneyser verliert ihre Mutter an einem Autounfall. An der Beerdigung ihrer Mutter erfährt sie dass sie einen Großvater hat namens Jacob Dorneyser. Er ist berühmter Schneekugel Macher in Rockenfeld - ein kleines verträumtes Dorf. Schon bald merkt sie dass in diesem Dorf nicht alles so abläuft wie es ablaufen sollte. Sie sieht immer ein merkwürdigen Jungen dem anscheinend nie kalt ist und immer diese blauen Lichter die auftauchen. Als ihr Großvater stirbt und seine letzten Worte mysteriöse Dinge sind und damit noch mehr Verwirrung aufkommt schwebt sie in großer Gefahr und erfährt von diesem mysteriösen Kerl was es mit Geheimnissen in Rockenfeld alles auf sich hat. Von einer Kugel die vom Teufel persönlich geschaffen wurde die unzerbrechlich ist und seit Jahren im Familienbesitz der Dorneyser gehören soll und dass eine schreckliche Gestalt sie haben will egal was komme. Die Handlung hat mir wirklich gut gefallen und auch die Wendungen kamen für mich überraschend.

Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen. Die Kapitel sind zwar sehr lang aber das hat mich wenig gestört. Auch fand ich es erfrischend mal eine Geschichte ohne Sichtwechsel zu lesen.

Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und mir sehr sympathisch, alle sind einzigartig.

Fazit

Dieses Buch kann ich euch nur empfehlen. Die Geschichte hat mich gepackt, in Atem gehalten und nicht mehr los gelassen. Obwohl die Liebesgeschichte nicht unbedingt im Vordergrund steht gefällt sie mir ebenfalls sehr gut. Guckt euch das Buch unbedingt genauer an.




[Rezension] Rotkäppchen und der Hipster Wolf

> Nina McKay


Verlag: Drachenmond
Seitenanzahl: 380
Preis: 14,90 €
Genre: Fantasy
Einzelband
978-3-95991-989-0
Erschienen: Oktober 2016

Worum geht es?

Im Märchenwald ist die Hölle los. Alle Happy Ends wurden gestohlen! Cinderella, Schneewittchen und Co. beschließen, ihre verschwundenen Prinzen zu retten, wozu sogleich eine “Verhöre-und-Töte”-Liste der Verdächtigen erstellt wird:
1. Wölfe töten
2. Hexen töten
3. böse Stiefmütter töten (wobei das oft mit Punkt 2 einhergeht)
4. böse Feen töten
Nur Red findet die Idee äußerst schwachsinnig. Doch dann taucht ein gut aussehender Hipster auf, der mehr über die verschwundenen Prinzen zu wissen scheint. Schnell stellt sich heraus, dass Everton eigentlich ein Werwolf ist und auf der Liste der durch die Prinzessinnen bedrohten Arten steht. Red bleiben plötzlich nur sieben Tage, um die Prinzen zu finden, bevor sie Ever ausliefern muss. Doch warum will gerade er eigentlich die Happy Ends zurückbringen? Benutzt er Red nur für seine eigenen Zwecke? Sicher ist jedoch: In Reds Leben nimmt ab sofort die Zahl der Hipsterwitze wahnwitzige Ausmaße an, sehr zum Leidwesen von Ever.

Quelle: Drachenmond Verlag

Meine Meinung

Viele positive Rezensionen und Meinungen haben mich so neugierig auf dieses Buch gemacht. Also griff ich nach längerem Hin und Her endlich nach Rotkäppchen und ihrem Hipster Wolf.

Rotkäppchen, in dieser Geschichte unter Red bekannt, stellt gemeinsam mit ihren Freundinnen fest, dass alle Märchenprinzen verschwunden sind und somit auch alle Happy Ends. Kurzer Hand ziehen die Mädels los um ihre Männer zu finden und stellen dabei so manch einen Blödsinn an. Red bekommt dabei Unterstützung von einem ganz besonderen Wolf.

Schon beim Schreibstil merkte ich, das Buch und ich werden Probleme haben. Sämtliche Witze und lustige Situationen in Red´s Geschichte sind mir einfach zu gezwungen. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben. Beim Lesen fühlte es sich so an als müsste ich an genau dieser Stelle lachen, als würde man es genau darauf anlegen. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Somit fand ich das Buch absolut nicht witzig weil ich es nicht leiden wenn man mir seinen Humor aufdrückt.

Auch die Charaktere haben mich nicht überzeugen können, viel mehr fand ich sie alle katastrophal. Die Prinzessinnen sind strohdumm, verfressen, blutrünstig, übermüdet oder naiv. Ich verstehe nicht warum die Wesen der Disney-Prinzessinnen derart missgestaltet wurden.

Die Handlung war in Ordnung aber nicht sehr überraschend und für mich nicht spannend.

Fazit

Für mich persönlich war das Buch ein absoluter Flop. Mir hat es überhaupt nicht gefallen und ich hab es nur zu Ende gelesen, um zu wissen wie es endet. Besonders missfallen hat mir der Schreibstil und die furchtbaren Charaktere.



Samstag, 15. Juni 2019

[Rezension] Always and forever, Lara Jean

> Jenny Han



Verlag: Hanser
Seitenanzahl: 336
Preis: 16,00 €
Genre: Jugendroman
Band 3
978-3-446-02865-5
Erschienen: März 2018

Worum geht es?

Lara Jeans letztes Highschool-Jahr könnte nicht besser verlaufen: Sie ist bis über beide Ohren in ihren Freund Peter verliebt, ihr Vater heiratet endlich die Nachbarin Ms. Rothschild, und Lara Jeans Schwester Margot wird den Sommer über nach Hause kommen. Doch während Lara Jean mit Feuereifer bei den Hochzeitsvorbereitungen hilft, zeichnen sich Veränderungen am Horizont ab. Sie muss große Entscheidungen treffen: Welches College soll sie besuchen, und was bedeutet das für ihre Beziehung mit Peter? Bald wird Lara Jean ihr Zuhause und ihre Familie verlassen müssen – und vielleicht auch ihre erste Liebe?

Quelle: Hanser Literaturverlag

Meine Meinung

Der Schreibstil ist sehr leicht und locker. Man kommt schnell in die Geschichte rein und es lässt sich auch schnell durchlesen. An Details mangelt es aber überhaupt nicht, im Gegenteil, ich hatte das Gefühl es waren ein wenig zu viele unnötige Details bei weswegen ich die erste Hälfte des Buches als langatmig empfand. In der zweiten Hälfte war einfach mehr Schwung drin durch viele Ereignisse auf die man teilweise schon lange wartet.

In dem Buch dreht sich vieles um die Familie, was mich persönlich gar nicht gestört hat. Für mich lag der Hauptfokus allerdings auf Lara Jean und ihrem Schulabschluss bzw. dem Start ihrer Collegezeit. Außerdem hat sie wirklich sehr oft gebacken. Ich habe gelesen das dies einige gestört hat, für mich gilt jenes nicht. Sie backt als Ausgleich zu ihrem hohen Stresslevel und kann dadurch gut runterkommen. Die Jagd nach dem besten Rezept für Schokokekese fand ich recht amüsant.

Die Entwicklung der Charaktere ist mir besonders aufgefallen. Lara Jean ist total selbstbewusst und stark geworden. Peter hat sich zum absoluten Traumtypen gemacht. Optisch wurde er schon immer als der Traum aller schlaflosen Nächte beschrieben aber in diesem Buch handelt er auch wie ein echt toller Typ!

Schön fand ich auch, dass Lara Jeans Vater endlich wieder sein Glück in der Liebe gefunden hat. Zugegeben, für die Story ist es absolut unrelevant aber mich hat es berührt.

Die Handlungen aller Figuren konnte ich zum größten Teil nachvollziehen wodurch das Buch ziemlich authentisch rüberkam.

Fazit

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es war nicht so spannend - daran merkt man das es nicht von Anfang an geplant war - aber es hat sich als sehr schöner Abschluss der Reihe herausgestellt. Für mich wurde diese Trilogie sehr schön beendet, wirklich das Ende war einfach nur süß. Ich kann sie allen empfehlen die leichte Liebesgeschichten mögen.




Sonntag, 9. Juni 2019

[Rezension] Das Mädchen aus Feuer & Sturm

> Renée Ahdieh



Verlag: one
Seitenanzahl: 415
Preis: 18,00 €
Genre: Jugendbuch/ Fantasy
Band 1
978-3-8466-0069-6
Erschienen: September 2018

Worum geht es?

Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und kennt ihren Platz im Leben. So klug und erfinderisch sie auch sein mag - über ihre Zukunft entscheiden andere. Als sie erfährt, dass sie den Sohn des Kaisers heiraten soll, nimmt sie ihr Schicksal hin. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit entkommt sie nur knapp einem blutigen Überfall - und nutzt ihre Chance, die Freiheit zu kosten: Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen und lernt eine ganz neue Welt kennen. Und sie verliert ihr Herz ausgerechnet an den Feind.

Meine Meinung

Marikos Geschichte konnte mich leider gar nicht von sich überzeugen. Das Buch konnte mich überhaupt nicht packen und so gar nicht begeistern. Meiner Meinung nach tröpfelt der Plot viel zu langsam vor sich hin und ich hatte stellenweise das Gefühl das einfach nichts passiert. Der Inhalt lässt sich für mich kurz und knapp zusammen fassen: Mariko wird auf der Reise zu ihrem Verlobten angegriffen, sie möchte herausfinden, wer die Angreifer waren, sie hat einen Verdacht, schließt sich dem Schwarzen Clan an und wird dort zum neuen Rekruten erklärt, und versucht die Wahrheit herauszufinden. Ganz so lieblos wie dargestellt ist es natürlich nicht. Das Buch hat durchaus schöne und spannende Stellen. Der Schluss passt nicht ganz zu der vor sich hin plätschernden Geschichte, denn dort überschlagen sich die Ereignisse. Deshalb gefiel mir das letzte Drittel recht gut.

Der Schreibstil war mir viel zu kompliziert. Am Anfang - und ehrlich gesagt auch bis zur Mitte - kam ich andauernd mit den Namen durcheinander. Gerade weil es so viele Figuren gibt. Außerdem wurden viele japanische Begriffe verwendet die mich persönlich beim lesen eher stören anstatt ins richtige Feeling zu bringen. Am Ende des Buches gibt es ein Glossar aber das hin und her geblättere habe ich mir erspart.

Die Charaktere wurden wirklich gut ausgearbeitet. Viele entwickelten sich in ihrer Persönlichkeit während des Lesens weiter. Trotzdem bin ich mit keinem so richtig warm geworden. Ich kann nicht sagen das mir auch nur eine Figur so richtig sympatisch wäre oder gar ans Herz gewachsen. Das ist total untypisch für mich, weil ich sonst immer jemanden finde der mir angenehm ist.

Fazit

Ihr merkt schon das Buch kam bei mir weniger gut an. Ich kam nicht gut rein, ich war verwirrt und die Begeisterung sowie die Spannung haben mir lange gefehlt. Das letzte Drittel war echt gut, trotzdem kann ich deshalb nicht über die anderen zwei Drittel hinweg sehen. Außerdem kann ich den Titel sogar nicht verstehen. Für mich passt der überhaupt nicht zum Inhalt des Buches. Hab ich irgendwas falsch verstanden oder übersehen?  Für mich wird es vorerst das letzte Buch von Renée Ahdieh sein, da mich ihre vorherige Dilogie auch schon nicht überzeugen konnte.



Samstag, 8. Juni 2019

[Rezension] Medusas Fluch - Götterschimmer

> Emily Thomsen


Verlag: Drachenmond
Seitenanzahl: 210
Preis: 12,00 €
Genre: Fantasy
Band 2
978-3-95991-172-6
Erschienen: November 2018

Worum geht es?

In Medusa erwacht eine neue Elementarkraft, mit der sie für reichlich Chaos in der Menschenwelt sorgt. Sie kann den Wind beherrschen oder versucht es zumindest. Obwohl Gaia darauf besteht, will sie auf keinen Fall zurück in die Götterwelt. Medusa ist glücklich mit Jendrik, hat den Fluch überwunden – scheinbar. Denn eine dunkle Macht greift um sich und trachtet nach dem Leben der jungen Gorgone. Kann ihre Liebe den Intrigen der Götter standhalten? Und findet Medusa heraus, wer ihr Glück zerstören will, bevor der Fluch sie zerstört?

Meine Meinung

In Medusa erwacht eine neue Elementarkraft, mit der sie für reichlich Chaos in der Menschenwelt sorgt. Sie kann den Wind beherrschen oder versucht es zumindest. Obwohl Gaia darauf besteht, will sie auf keinen Fall zurück in die Götterwelt. Medusa ist glücklich mit Thanatos, hat den Fluch überwunden scheinbar. Denn eine dunkle Macht greift um sich und trachtet nach dem Leben der jungen Gorgone. Kann ihre Liebe den Intrigen der Götter standhalten? Und findet Medusa heraus, wer ihr Glück zerstören will, bevor der Fluch sie zerstört?

Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und leicht zu lesen. Die Kapitel werden entweder aus der Sicht von Medusa oder Marie erzählt, welche im Grunde ein und die gleiche Person ist. Das besondere ist für mich die zwei unterschiedlichen Zeitstränge. Marie erzählt aus ihrer Vergangenheit in der Menschenwelt während Medusa uns aus der Gegenwart erzählt. Die Kapitel haben eine angenehme Länge.

Die Figuren haben sich auf jeden Fall entwickelt. Medusa ist viel stärker geworden und jammert nicht mehr so viel herum. Gaia hingegen hat deutlich abgebaut. Von den Nebencharakteren erfahren wir allerdings nach wie vor nicht viel. Jenes hätte ich mir anders gewünscht, besonders von Medusas Schwestern und Brüdern. 

Die Handlung fand ich gut aber die Spannung hat mir zwischendurch einfach gefehlt. Das Ende war auf jeden Fall spannend und auch überraschend. 

Fazit

Auch dieses Buch konnte mich nicht so ganz von sich überzeugen. Die Geschichte ist gut aber bei der Umsetzung fehlt es mir einfach an Spannung. Außerdem hätte ich gerne mehr über die anderen Götter erfahren und nicht nur Medusa/ Marie und Gaia im Fokus gesehen. Es wird noch einen weiteren Band zu dieser Reihe erscheinen. Ich bin mir unsicher ob ich ihn mir kaufen werde. Wahrscheinlich wird er in einer meiner nächsten Drachenboxen dabei sein und falls nicht ist es auch ok.