Dienstag, 29. Mai 2018

Rezi: Siren

> Kiera Cass



Verlag: Fischer

Seitenanzahl: 357

Preis: 12,99 €

Genre: Jugendbuch

Einzelband

Erscheinungsdatum: 13/10/2016


Worum geht es?


Keiner ahnt das Geheimnis der wunderschönen Kahlen: Sie ist unsterblich, eine Sirene, die für den Preis des eigenen Lebens einen Pakt mit einem mächtigen Wesen eingegangen ist. Sie lebt unerkannt unter den Menschen. Stumm. Denn jeder, der ihre Stimme hört, muss sterben. Eines Tages trifft Kahlen auf einen charmanten Studenten Akinli, der sie auch ganz ohne Worte versteht. Und obwohl Kahlens Verstand ihr rät, sich lieber von Akinli fernzuhalten, treibt sie das Schicksal mit aller Macht in seine Arme.


Meine Meinung


Schreibstil: Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen! Das Buch lässt sich super flüssig lesen und weil die Schrift relativ groß ist kommt man schnell voran. Besonders gut wurde jede einzelne Sirene beschrieben. Ich hatte das Gefühl alle persönlich zu kennen.


Handlung:  Auf den ersten Seiten der Geschichte sind wir bei einem tragischen Unglück dabei, bei dem Kahlen ihre Familie verliert und anschließend zur Sirene wird. Danach machen wir einen riesigen Zeitsprung von 80 Jahren. Kahlen ist nun eine der ältesten ihrer Schwestern, da die Dienstzeit der Sirenen 100 Jahre lang ist. Wir befinden uns in Miami und begleiten Kahlen an eine Uni. Wie das Schicksal es so viel trifft sie dort auf einen jungen Studenten. Er ist anderes als die anderen. Er will sie nicht nur wegen ihres Körpers kennen lernen sondern wegen ihres Charakters. Da Sirenen nicht mit Menschen sprechen können ohne sie umzubringen gestaltet sich das kennen lernen etwas schwieriger. Als Kahlen merkt das sie Gefühle für Akinli entwickelt sucht sie zusammen mit ihren Schwestern das Weite. Es vergehen viele Monate in denen eine Menge passiert. Die Zeit der ältesten Sirene Aisling ist abgelaufen. Sie wird entlassen und kann ein neues Leben anfangen. Für den Verlust von Aisling bekommt die Truppe eine neue Schwester, Padma. Nach einem weiteren Schiffsunglück läuft Kahlen weg und landet ausgerechnet vor Akinlins Füße. Sie verbringen ein paar schöne Tage bis das Schicksal den beiden einen Strich durch die Rechnung macht. Kahlen muss sich fortan von Akinli fernhalten, da sonst sein Leben beendet wird. Nach einiger Zeit merken die Sirenen, dass etwas mit Kahlen nicht stimmt. Eine merkwürdige Krankheit sucht Kahlen heim. Wie kann sie krank werden wo Sirenen doch nicht krank werden können? Und wie kann es sein, dass Akinli genau dieselben Symptome zeigt wie Kahlen? Werden die beiden die Krankheit bezwingen können? 


"Komm her, komm her zu mir,
wirf dein Herz in meine Fluten
Deine Seele ist dahin, doch wendet sich alles zum Guten
Lass dich fallen, lass los, du hast so viel zu geben,
Im Tausch gegen das Eine können tausend andere leben.
Komm mit mir, nimm mich in dich auf
Trinke, sinke, lass es enden
Trinke, sinke, lass es enden
Du bist nicht mehr, du musst gar nichts mehr tun
Denn alle müssen sterben, alle müssen ruhen
Komm zu mir, und du bist nie mehr allein
Lass die See dein Sterbebett sein
Komm mit mir, nimm mich in dich auf
Trinke, sinke, lass es enden
Trinke, sinke, lass es enden"
Seite 330

Setting: Im Laufe des Buches sind wir an vielen Orten. Miami, New York und Schweden sind nur ein paar von ihnen. An manchen bleiben wir länger als an anderen. Wir sind auch oft im Meer. Besonders gut haben mir die Szenen im Meer gefallen. Es wurde alles gut beschrieben sodass ich mir alles richtig gut vorstellen konnte.


Charaktere: Wir lernen Kahlens Schwestern kennen und merken schnell, dass alle unterschiedliche Charaktere haben. Kahlen ist mit Abstand die ruhigste von ihnen. Sie liebt es die Menschen zu beobachten und den Wandel der Mode zu dokumentieren aber sie vermeidet es Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Sie hat Angst Menschen zu verletzten oder gar zu töten. Von allen Sirenen fällt es ihr am schwersten mit ihren Taten zu leben und sich mit ihrem Schicksal abzufinden. Sie widmet viel Zeit für die Recherche nach den Opfern der unzähligen Schiffsunglücken an denen sie beteiligt war. Miaka und Elizabeth sind sehr extrovertiert und gehen viel feiern. Elizabeth ist schon fast eine Femme Fatale und kann nicht verstehen warum Kahlen überhaupt keinen Kontakt mit Menschen haben möchte. Über Aisling erfahren wir nicht sehr viel. Sie hat ein großes Geheimnis auf deren Lüftung ihr gespannt sein könnt. Padma beweist sich als tollen "Ersatz" für Aisling. Doch sie leidet sehr unter ihrer furchtbaren Vergangenheit. Lernt aber nach und nach mit ihr umzugehen. Akinli ist ein sehr bodenständiger junger Mann, dem die Familie sehr wichtig ist. Auch er kann sich dem Charme der Sirene nicht entziehen, ist aber auf einer ganz anderen Art von Kahlen verzaubert. Man muss ihn einfach lieb gewinnen weil er so ein charmanter witziger Typ ist. Zum Schluss bleibt noch die See. Sie ist die meiste Zeit ein sehr unangenehmer Charakter, der mit Drohungen versucht Liebe zu erzwingen. Das klappt natürlich nicht wirklich gut was sie frustriert. Sie versucht sich noch engstirniger an Kahlen zu klammern, da sie die einzige ihrer Töchter war die sich jemals für die See und dessen Gefühle interessiert hat.


Mein Fazit


Siren ist ein tolles Buch! Ich finde es gibt sehr wenige Bücher über Meerjungfrauen, Sirenen und Co. Ich liebe es wie die See beschrieben und charakterisiert wurde. Die Mädchen sind alle unterschiedlich und wurden wundervoll beschrieben. Man hat das Gefühl sie wirklich zu kennen. Ich habe alle Charaktere ins Herz geschlossen und die Welt von Kahlen hat mich total in ihren Bann gezogen. Ich kann das Buch allen empfehlen die sich für Wassergeschöpfe interessieren oder richtig Bock auf eine tolle, nicht zu kitschige aber herzzerreißende, Liebesgeschichte haben.



Dienstag, 1. Mai 2018

Rezi: Paper Passion - das Begehren

> Erin Watt




Verlag: Piper

Seitenanzahl: 352

Preis: 12,99 €

Genre: Young Adult

Band 4 der Paper- Reihe

Erscheinungsdatum: 02/11/2017


Worum geht es?

Wild, wilder, Easton Royal. 


Der drittälteste der fünf attraktiven Bad-Boy-Brüder ist nicht leicht zu bändigen. Und seine düstere Familiengeschichte hat bei ihm besonders tiefe Spuren hinterlassen: Er trinkt und feiert zu viel, lässt gerne seine Muskeln spielen und jagt jede Nacht einem anderen Mädchen hinterher. Mit Erfolg, denn Easton steht seinem großen Bruder Reed in puncto Unwiderstehlichkeit in nichts nach. Doch Easton langweilt sich schnell, ist immer auf der Suche nach dem nächsten Kick. Vielleicht ist er deswegen so interessiert an der neuen Mitschülerin Hartley, die ganz anders ist, als die anderen Aston-Park-Püppchen – bodenständig, schlagfertig und vor allem: nicht an Easton interessiert. Die ultimative Herausforderung für den Achtzehnjährigen, der es gewohnt ist, alles zu bekommen, was er will. Doch geht es hier wirklich nur um Eastons Ego, oder entwickelt der stürmischste der Royal-Brüder echte Gefühle für Hartley?

Meine Meinung


Schreibstil: Der Schreibstil gefällt mir gut. Die Bücher von Erin Watt lassen sich super gut und flüssig lesen. Die Charaktere sind individuell und authentisch. Das Buch ist nicht bis zum kleinsten Detail beschrieben, was mich in dem Genre nicht weiter stört. Die Gefühle kommen rüber genau wie die Charaktere, das ist das was zählt.

Handlung:  Dieser Band ist aus der Sicht von Easton erzählt, dem mittleren Royal Sohn. Wir kennen ihn bereits aus den ersten drei Bänden der Royal Reihe, als netten aber schwierigen kleinen Brüder von Reed. East nimmt sich was er will und achtet nicht auf die Gefühle anderer. Seine Hobbies sind Saufen, Feiern und Sex. Jedes Mädchen und jede Frau liegt ihm zu Füßen entweder wegen seinem Status oder wegen seinem Körper. Er ist es gewohnt alles zu bekommen was er will. Das ändert sich schlagartig als er der neue Mitschülerin Hartley Wright begegnet. Sie ist anders als die anderen High Society Mädels aus seiner Schule. Sie will nichts von ihm wissen und gibt ihm jedes Mal einen Korb. Genau das spornt East an, er lässt nicht locker. Doch kaum tritt ein Problem auf, und davon gibt es reichlich in dem Buch, handelt er nach ein und demselben Schema: 1. sich betrinken 2. Lösungen finden, die von vornherein nichts werden können 3. diese in die Tat umsetzen 4. ihm wichtige Menschen verletzten 5. sich wundern was schief gelaufen ist. Es ist anstrengend mit Easton weil er immer wieder dies selben Fehler macht und daraus nicht lernen will. Wie Ella, Val und alle anderen damit umgehen müsst ihr selber raus finden. Aber wird Hartley sich auf ihn einlassen? Und was steckt hinter ihrem Familiengeheimnis? 


Setting: Wir befinden uns nicht an so vielen Unterschiedlichen Orten, so wie wir es aus der Reihe gewohnt sind. Das Meiste spielt sich in der Schule, bei den Royals zu hausse und auch bei Hartley zu hause ab. Die Orte sind gut beschrieben worden, bei den Royals fühl ich mich schon fast heimisch. 

Charaktere: Die neue Protagonistin Hartley gefällt mir sehr gut. Sie lässt sich nicht unterkriegen, feuert ordentlich zurück und steht zu dem was sie sagt. Ihre Familienverhältnisse sind katastrophal! Was genau vorgefallen ist müsst ihr selber raus finden. Im 4. Band dreht sich alles um Easton. Wir kennen ihn bereits als Nebencharakter aus den ersten drei Bänden der Reihe. Ich empfand ihn immer als sehr sympathisch auch wenn er ein wenig verkorkst ist. Aber das scheint ja bei allen Royals so zu sein. Leider muss ich sagen, das East mir als Nebendarsteller viel besser gefallen hat! Er macht schon eine Verwandlung zum besseren in dem Buch, das steht außer Frage. Aber er verhält sich immer gleich und lernt partout nicht aus seinen Fehlern! Was mir auch gefehlt hat war der Familienzusammenhalt. In den Teilen aus Ellas und Reeds Sicht hat man gemerkt wie groß Familie bei den Royals geschrieben wird, hier ist davon nur wenig zu spüren. Eine Person die wir schon kennen aber durch Paper Passion völlig neue Seiten aufweist ist Lauren, die Freundin von Seb und Saywer. Bisher ist sie nicht oft erwähnt worden aber durch ihre paar Auftritte hin und wieder erschien sie mir nett. In diesem Teil kam sie total bitchy und herrisch rüber. Pfui! Hoffentlich erkennen die beiden jüngsten Royals bald was das für eine falsche Schlange ist.


Mein Fazit



Alles in allem fand ich das Buch ok. Es kann für mich auf keinen Fall mit den Teilen mithalten, die sich um Ella und Reed gedreht haben. Ich bin ein Stück weit enttäuscht von Easton. In den ersten Teilen habe ich ihn ganz anders, viel sympathischer, kennen gelernt und nun wurde er mir so naiv und teilweise auch dumm präsentiert. Irgendwann muss man doch merken, dass man im Suff niemals die richtige Lösung finden kann oder? Hartley hat mir super gefallen und auch die anderen Charaktere waren bezaubernd, außer Lauren grrrh. Die Geschichte ist schön aber ich bin nicht zu hundert Prozent überzeugt ob ich den Folgeband lesen soll. Bis zum Juli kann ich ja noch überlegen.





Dienstag, 17. April 2018

Rezi: Bin hexen - wünscht mir Glück

> Liane Mars


Verlag: Drachenmondverlag

Seitenanzahl: 254

Preis: 12,90 €

Genre: Fantasy

Einzelband

Erscheinungsdatum: 20/09/2017


Worum geht es?

Hexe Prim hasst die Magie. 

Bei keinem einzigen Zauberspruch kann sie sich sein, was am Ende daraus entsteht. Kein Wunder, dass Prim nur äußerst ungern hext. Doch das ist nun einmal Pflicht, sonst spielt die Magie vollkommen verrückt. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird die Zauberwelt auch noch vom Hexenjäger Liam enttarnt. Der ist nicht nur sexy und gefährlich, sondern auf magische Weise mit Prim verbunden. Was das angeht, ist die Zauberwelt unerbittlich. Prim muss das Herz des Jägers erobern, um die Magie zu beruhigen. Doch wie soll sie das machen, ohne vom ihm verhaftet zu werden.


Meine Meinung


Schreibstil: Das Buch ist aus der Sicht von Primadonna Nimbifera geschrieben, unserer Protagonistin. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Man fliegt quasi durch die Geschichte. Die Überschriften der Kapitel haben mir richtig gut gefallen und auch das Glossar am Ende.


Handlung: Bevor wir in die Geschichte eintauchen werden wir mit den 3 Magiegesetzen konfrontiert. Die sagen schon viel über die Zauberwelt aus, denn diese Welt ist ganz anders als wir sie aus Harry Potter etc. kennen gelernt haben. Sie ist nicht kontrollierbar und was am Ende eines Zauberspruches geschieht ist nicht vorhersehbar. Die meisten Hexen und Zauberer freuen sich nicht wie wild das sie magisch sind sondern zaubern nur weil sie es müssen, um die Magie nicht völlig durch drehen zu lassen. Denn jenes passiert wenn nicht gezaubert wird. Total interessant sind die Hexenzwillinge. Jede Hexe und jeder Zauberer hat einen menschlichen Hexenzwilling der ihr oder ihm sehr ähnelt. Es ist Pflicht diesen Zwilling aufzuspüren, kennen zu lernen und in die Hexenwelt einzuweihen. Im Alter von 8 Jahren entfaltet die Magie in den Hexenkindern ihre Kraft und durch den ersten Zauberspruch sollen sie ihren Zwilling finden. Für Prim läuft das leider nicht so leicht ab, denn niemand reagiert auf ihren Zauberspruch und so bleibt ihr Zwilling unentdeckt. Viele Jahre später steht die Hexenwelt auf dem Kopf, denn sie wurde enttarnt, nun werden alle Zauberer und Hexen gejagt. Doch wer hat die Zauberwelt an die Hexenjäger verraten? Wer ist der Maulwurf? Und wie kann es passieren das plötzlich Liam und Tom als Prim´s Zwilling in Frage kommen? Denn eigentlich passt nur ein Mensch zu einer Hexe oder Zauberer. Es tauchen noch eine ganze Menge weiterer spannender Fragen auf und um die zu beantworten müsst ihr Prim´s Geschichte selber lesen. Außerdem hat Prim eine spezielle Gabe von der ich euch noch nichts berichtet habe. Findet sie selber raus, ich für meinen Teil empfinde sie als äußerst amüsant! Und natürlich müsst ihr das Buch lesen um heraus zu finden wer der Verräter ist. 


"Ich hatte einen Zwilling, der mich für eine Ausgesandte der Konkurrent hielt und nicht an Hexen glaubte. Und einen sehr sexy Zwilling, der zu sehr an Hexen glaubte und sie jagte. Was bitte hatte ich verbrochen, dass ich so dermaßen gestraft wurde?"
Seite 106

Setting: Wir sind an vielen verschiedenen Orten. Am meisten hat es mir im Elternhaus von Primadonna gefallen. Ich würde wirklich gerne einmal zu Besuch kommen und so wie ich ihre Mutter kennen gelernt habe, hätte sie sicher nichts dagegen. Ich konnte mir die Orte und Schauplätze richtig gut vorstellen durch den detaillierten Schreibstil.


Charaktere: Prim ist eine super Protagonistin. Sie hasst nur leider die Magie wie keine Zweite aus ihrer Welt, was ihr im Laufe des Buches zum Verhängnis wird. Sie ist sehr lustig, stur und freiheitsliebend. Sie kann es gar nicht ab von oben herab behandelt zu werden. Außerdem stellt sie mehrmals ihren Mut unter Beweis. Ich liebe ihre Uroma! Die kommt zwar nicht so oft im Buch vor aber wenn sorgt sie immer für einen Lacher. Tom ist ein sehr normaler, netter und kreativer Mensch. Er glaubt zunächst nicht an die Zauberwelt, welcher Normalo würde das auch tun? Er entpuppt sich als loyale Seele und wichtigen Charakter. Zuletzt gibt es noch Liam. Er ist ganz anders als Tom. Liam ist kein Mann der großen Worte, er ist der einsame Wolf der sein Ding durchzieht und sich von niemanden etwas sagen lässt. Er kommt oft sehr ruppig und gemein rüber. Keine Angst, dass ist alles nur Fassade. Er hat früh lernen müssen sich selbst zu verteidigen und dadurch eine mächtig hohe Mauer um sich herum aufgebaut. Was ihn zu diesem Mann hat werden lassen müsst ihr selber herausfinden. Es lohnt sich auf jeden Fall. 


Mein Fazit


Bin hexen - wünscht mir Glück ist ein ganz tolles Buch. Es ist nicht sehr dick und deswegen super für Zwischendurch geeignet. Man kommt sehr schnell voran und durch die vielen vielen Fragen möchte man sowieso immer weiter lesen. Die Welt ist super interessant und die Handlung wirklich spannend. Die Charaktere sind griffig und individuell. Es gibt keinen Grund das Buch nicht zu lesen - also schnappt es euch und legt los!


Donnerstag, 12. April 2018

Rezi: One of us is lying

Karen M. McManus



Verlag: cbj

Seitenanzahl: 441

Preis: 18,00 €

Genre: Jugendbuch

Einzelband

Erscheinungsdatum: 26/02/2018


Worum geht es?


Ein Toter, vier Verdächtige – und einer von ihnen lügt

An einem Nachmittag sind fünf Schüler zum Nachsitzen in der Bayview High versammelt.
Bronwyn: das Superhirn auf dem Weg nach Yale
Addy: die klassische Homecoming-Queen
Nate: der Drogendealer
Cooper: der Baseball-Star
Simon: Urheber der berüchtigten Gossip-App der Highschool

Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier Jugendlichen haz etwas zu verbergen – und damit ein Motiv ...


Meine Meinung



Schreibstil: Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ließ sich super leicht und flüssig lesen wodurch man sehr schnell voran kam. Es war super spannend beim lesen Sherlock Holmes zu spielen und Überlegungen über den Täter zu machen. Das Buch war nicht von der ersten bis zur letzten Seite spannend, aber das musste es auch nicht. Die ruhigen Stellen zwischendrin haben mit ebenfalls sehr gut gefallen. Was mir auch zu sagte waren die verschiedenen Sichten. Wir wechseln eigentlich ständig die Welt und schlüpfen so in jeden der vermeidlichen Mörder.


Handlung: Von der Idee war ich ab Seite eins Feuer und Flamme! Ich meine, wie cool hört sich der Klappentext an oder? Zu Beginn starten wir sofort mit dem alles verändernden Nachmittag in der Bayview High. Die 5 Schüler sind aus einem ganz bestimmten Grund zum Nachsitzen verdonnert worden. Wer dahinter steckt und aus was für einem Grund er dafür gesorgt hat müsst ihr selber raus finden, aber eins lasst euch gesagt sein, mit den Antworten auf diese Fragen hättet ihr sicher nicht gerechnet und schon gar nicht von Anfang an. Die Geschichte nimmt ihren Lauf und wir lernen jeden der Protagonisten kennen. Außerdem finden wir auch ihre dunkelsten Geheimnisse heraus, welche die Gründe für den neusten Skandalpost auf Simions Gossip App sind. Und obwohl er gleich zu Beginn verstirbt landet der Post trotzdem im Internet. Wer da wohl hinter steckt? Die 4 Jugendlichen hatten vor dem Vorfall eigentlich nichts miteinander zu tun und werden durch die gemeinsame schwere Zeit zu echten Freunden. Die Polizei verdächtigt einen nach dem anderen und springt immer wieder hin und her, also beschließen die Schüler selbst etwas zu unternehmen bevor einer von ihnen unschuldig hinter schwedischen Gardinen landet. Was sie am Ende raus bekommen ist der Wahnsinn, damit hatte ich echt nicht gerechnet. Und von da an ging es plötzlich Knall auf Fall. Eines der Mädchen muss ins Krankenhaus mit schweren Kopfverletzungen während ein anderer der Freunde in Gewahrsam vor sich hin schmort. Und natürlich wird am Ende auch der Öffentlichkeit preisgegeben wer hinter der ganzen Sache von Anfang an steckte.


Setting: Es gibt viele Orte an denen wir uns wiederfinden. Zu einem natürlich in der Highschool. Wo auch sonst, schließlich ist das zu Beginn die einzige Gemeinsamkeit der Jugendlichen. Zum anderen sind wir bei den Jungs und Mädchen daheim und finden raus wie unterschiedlich sie alle leben. 


Charaktere: Bronwyn, Nate, Addy und Cooper könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie kommen alle aus verschiedenen Klassen, vom Superbrain mit reichen Vorzeigeeltern bis hin zum allein gelassenen Sohn mit Säufer Vater ist alles dabei. Ich habe mich in jeden Charakter verliebt. Alle machen so eine große Entwicklung durch und sind am Ende des Buches bessere Menschen geworden. Besonders Addy liegt mir am Herzen. Am Anfang konnte ich mich mit ihr am wenigstens identifizieren, weil ich es nicht verstehen kann wie abhängig man von einem anderen Menschen sein kann. Und nein, das liegt nicht daran, dass ich noch nie verliebt war. Ich bin seit fast 7 Jahren mit meiner Jugendliebe zusammen.  ♡  Also bin ich absolut im Bilde wie naiv pubertäre Mädchenherzen sein können.^^ Zum Glück macht Addy dann diesen riesen Sprung in die richtige Richtung, welchen sie auch ihrer Schwester zu verdanken hat. Cooper, Nate und Bronwyn machen ebenfalls viel durch und wachsen an ihren Durchlebten. Einen Nebencharakter den ich spitze finde ist Bronwyn kleine Schwester Maeve, so eine tapfere treue kleine Seele ist mir selten begegnet!  


Mein Fazit


Du magst Pretty Little Liars? Dann ist dieses Buch Pflicht für dich! Du kannst PLL nicht ausstehen? Dann lies das Buch trotzdem, du wirst es nicht bereuen. Der Schreibstil ist toll, die Handlung nicht vorhersehbar, spannend und richtig was für´s Herz. Die Charaktere sind eine Wucht und das Setting steht dem in Nichts nach.

   ♡ Absolute Leseempfehlung für jeden!    




Mittwoch, 4. April 2018

Rezi: Gläsernes Schwert

Victoria Aveyard


Verlag: Carlsen

Seitenanzahl: 576

Preis: 21,99€

Genre: Fantasy

Reihe: Band 2 der "Farben des Blutes" - Tetralogie

Erscheinungsdatum: 01/07/2016


Worum geht es?


Rot und Silber

Eine Diebin, eine Prinzessin, eine Rebellin auf der Flucht - innerhalb weniger Wochen hat sich Mares Leben komplett gewandelt. Denn sie ist anders: Trotz ihres "gewöhnlichen" roten Blutes besitzt sie übernatürliche Silber-Kräfte. Sie ist die Blitzwerferin. Und darauf kann sie sich verlassen, das hat sie ihre Zeit am Hof schmerzlich gelehrt.


In einer Welt in Aufruhr, wo Freunde zu Verrätern werden und Liebe sich in Hass verwandelt, kennt Mare nur ein Ziel: die zu finden, die so sind wie sie, rot und silbern. Denn sie könnten alles verändern. Das weiß auch der neue Silber-König, ihr einstiger Vertrauter, und eröffnet die Jagd. Aber schnell wird klar, dass er nur eins will - und zwar um jeden Preis: Mare.


Meine Meinung


kann Spoiler für Band 1 enthalten!

Schreibstil: Der Schreibstil ist, wie bereits im ersten Band, flüssig und schön zu lesen. Obwohl zwischen den beiden Bänden mehrere Monate liegen bin ich schnell wieder in die Geschichte eingetaucht. Das Buch ist sehr spannend geschrieben, was mir leider an so vielen Stellen kaputt gemacht wurde, dazu später mehr. 


Handlung: Die Idee ist an für sich nichts neues. Die Reichen halten sich für was Besseres und unterjochen die Armen. Die wieder rum planen eine Rebellion. Genau das passiert im Buch, bloß das die Reichen zu "Silbernen" werden und die Armen zu "Roten". Dennoch hat mir das Konzept gefallen, wie auch im Band davor. Der Ablauf der Geschichte hat mir zugesagt und war sehr schlüssig. Das Buch wechselt zwischen actionreichen und ruhigeren Szenen hin und her, was schön war, so hatte man mehrere kleine Verschnaufpausen von den aufwühlenden Stellen. Leider hat mir Mares Verhalten oft ein Strich durch die Rechnung gemacht. Demnach konnte ich mich nicht auf die packende Szene konzentrieren sonder fokussierte ihre negative Entwicklung und steigerte mich darein, mich über sie aufzuregen. Trotzdem gefallen mir besonders die Rekrutierungen. Das waren auch jene Stellen an denen ich gefesselt war, weil ich natürlich wissen wollte welche Fähigkeit der neue Charakter besitzt. Vertrauen und Misstrauen spielen in dem Band eine, für mich, zu große Rolle. Klar, nach allem was Mare im ersten Band erlebt hat, ist eine gesundes Hinterfragen der Absichten der vermeintlichen Freunde angebracht, wenn sie das einmal oder zweimal machen würde wäre es in Ordnung, aber ich hatte das Gefühl auf jeder 20. Seite zu lesen, dass Mare mal wieder Zweifel an der Loyalität von XY hat. Das letzte Drittel und ganz besonders das Ende hat mich gepackt. Das Ende war der absolute Höhepunkt des gesamten Buches, meiner Meinung nach.


Setting: In dem Teil gibt es sehr viele unterschiedliche Schauplätze was für die Geschichte super war, denn so hatte man viel Abwechslung. Zudem versteht sich die Autorin darin Orte zu beschreiben.


Charaktere: Die Rekruten kenne zu lernen war sehr spannend und es sind ein paar echte Goldstücke unter ihnen. Die Bekannten entwickeln sich alle positiv, bis auf Mare.Wie bereits erwähnt bin ich von ihr enttäuscht. Sie hat für mich eine 180° Drehung in die falsche Richtung gemacht und ging mir regelrecht auf die Nerven mit ihrem ständigen Misstrauen allem und jedem gegenüber. Deshalb konnte ich nicht mit ihren Handlungen und Denkweisen mitgehen, ich hätte so einiges ganz anders gemacht. Ich hoffe sehr das Mare im nächsten Teil zurück zu sich selbst findet.


Mein Fazit


Besonders begeistern konnte mich das Buch leider nicht. Ich hatte hohe Erwartungen weil der erste Band so überragend gut war, leider gilt dasselbe nicht für den Folgeband. Wäre Mare die Alte geblieben, hätte mir das Buch mit Sicherheit besser gefallen. Das Setting war toll ausgearbeitet, die neuen Charaktere fügen sich super in die bestehende Gruppe ein und auch die Handlung hat mir gut gefallen. Es steht und fällt am Ende dann doch mit der Sympathie zur Hauptprotagonistin. Schade! Ich hoffe sooo sehr das Mare im nächsten Band wieder zur Alten wird! Ich bin schon sehr gespannt auf "Goldener Käfig" und darauf wie sich Mare aus ihrer verzwickten Situation rausmanövriert.











Mittwoch, 3. Mai 2017

Rezi: Das Labyrinth ist ohne Gnade

> Rainer Wekwerth


Verlag: Arena Verlag
Seitenanzahl: 335
Preis: 16,99€
Genre: Jugendbuch
Reihe: finaler Band der „Labyrinth“- Reihe
Erscheinungsdatum: 01/06/2016

Worum geht es?



Sie sind nur noch zu dritt und sie sind geschwächt. Aber sie wollen überleben – um jeden Preis. Zweifel überschatten den Kampf gegen das Labyrinth, das mit immer neuen Mysterien für die Jugendlichen aufwartet. Ihr mühsam erworbener Teamgeist scheint nicht zu brechen, doch lohnt sich für Jeb, Jenna und Mary der gemeinsame Kampf, wenn nur einer von ihnen überleben kann? Die entscheidende Frage aber wagt niemand zu stellen: Was erwartet den letzten Überlebenden hinter dem sechsten Tor?

Meine Meinung


Endlich sind wir zurück im Labyrinth bei unseren 3 Finalisten. Die erste Herausforderung findet auf dem Meer statt. Ich liebe alles was mit Meeren zu tun hat aber ich kann mir gut vorstellen, dass einem der Schweiß ausbricht wenn man nichts anderes außer blau um sich sieht. Nachdem die Jugendlichen das kühle Nass hinter sich gelassen haben, finden sie sich auf eine geheimnisvollen Insel wieder. Zuerst kommt Freude auf aber danach kommen die Fragen hoch. Sind sie alleine auf der Insel oder ist sie bewohnt? Sind die Bewohner Freund oder Feind? Und was ist mit wilden Tieren?

Der Wettstreit ums Überleben geht in die letzte Runde. Jeb, Jenna und Mary fallen vom Himmel schnurstracks in ein weites, tiefes Meer. Während sich die einen pudelwohl fühlen wird die andere von der nackten Angst gepackt. In den Tiefen hausen viele Gefahren, das wird den Dreien auch schnell bewusst und so versuchen sie sich auf einen plötzlich aufgetauchten Frachter zu retten. Aber warum trägt der Frachter denselben Namen wie Mary? Und warum wird ebendiese totenbleich als sie an ihren Vater denkt? Auf dem Schiff passieren seltsame Dinge und Verwandte von tot geglaubten Mitstreitern tauchen auf. Als das Schiff zu sinken beginnt, versuchen sich die Jugendlichen zu retten. Aber einer von ihnen schafft es nicht! Die beiden Überlebenden schaukeln mit einem Rettungsboot wieder über den Ozean bis einer von ihnen Land entdeckt. Auf der Insel trennen sich die Wege der beiden sehr schnell, denn sie verfolgen verschiedene Ziele. Nach einer langen Verfolgungsjagd erreicht ein Jugendlicher endlich das langersehnte letzte Tor, dass zurück in die echte Welt führt. Doch mit dem was in der realen Welt auf den Gewinner wartet hätte keiner gerechnet. Endlich wird der Grund für das perfide Spiel des Labyrinths gelüftet. Als der Teenie hinter den Machenschaften des Drahtziehers kommt, glimmt Hoffnung in ihm auf. Sind die neu gewonnenen Freunde doch nicht ihrem Schicksal, im Labyrinth, überlassen worden? Besteht die Möglichkeit einer Rettung? Kommen sie alle gesund und munter zurück in die Wirklichkeit?

„Eine Sonne“, sagte Reacher ehrfürchtig. „Warum eine Sonne?“
„Licht in der Dunkelheit“, antwortete xxx schlicht.

Seite 333

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war sehr angenehm und flott zu lesen. Die verschiedenen Handlungsorte konnte ich mir super vorstellen, durch den detaillierten Schreibstil. Was mir auch gut gefallen hat waren die unterschiedlichen Emotionen, die der Autor super rüberbrachte. Außerdem wird die Geschichte aus drei, später dann nur noch aus einer, Sicht erzählt.

Die drei übrigen Kämpfer gefielen mir von Anfang bis Ende. Im Vergleich mit dem ersten Band hat Mary die größte Entwicklung durchgemacht. Sie ist vom verzogenen reichen Mädchen, das nur eine Last war, zu einer starken jungen Frau mit ungeahnten Kraftreserven geworden. Sie stellt sich sogar ihren schlimmsten Ängsten und wird dafür belohnt. Auch wenn ihr der Triumph nicht lange bleibt. Jeb ist nach wie vor der verantwortungsbewusste Anführer der Truppe und Jenna seine loyale Begleiterin. Die drei stehen wieder vielen Gefahren aus, denen sie gemeinsam trotzen.

Fazit


Das Buch und damit der Abschluss der Reihe hat mir unglaublich gut gefallen. Es hat einfach von vorne bis hinten gestimmt. Die Handlung hat war super und wieder sehr spannend geschrieben. Die Emotionen kamen rüber, die Charaktere waren stimmig und die Auflösung war unerwartet! Die Geschehnisse in der realen Welt fand ich sehr gut. Allein auf solche Idee zum kommen ist brillant. Der Buhmann ist, wie erwartet, ein Arsch, der hoffentlich sein Fett wegbekommen hat. Sicher sein können wir uns da nicht denn das Buch endet total offen. Davon bin ich kein großer Fan deswegen muss ich einen ''Stern'' abziehen. Ansonsten kann ich jedem diese fantastische Reihe empfehlen!


Leseempfehlung!


Sonntag, 16. April 2017

Rezi: Solange wir lügen

> E. Lockhart


Verlag: Ravensburger Buchverlag
Seitenanzahl: 318
Preis: 14,99€
Genre: Jugendbuch
Reihe: Einzelband
Erscheinungsdatum: 01/11/2015

Worum geht es?

Eine wohlhabende und angesehene Familie. Eine Privatinsel vor der Küste von Massachusetts. Ein Mädchen ohne Erinnerungen. Vier Jugendliche, deren Freundschaft in einer Katastrophe endet. Ein Unfall. Ein schreckliches Geheimnis. Nichts als Lügen. Wahre Liebe. Die Wahrheit.


Wir schauten in den Himmel. So viele Sterne. Es sah aus wie ein Fest, eine große geheime Party, die unsere Galaxie feierte, nachdem die Menschen ins Bett gebracht worden waren. Ich war froh, dass Gat nicht über Sternbilder schwafelte oder irgendeinen Blödsinn über Sternschnuppen und die Erfüllung von Wünschen erzählte. Aber ich wusste auch nicht, was ich von seinem Schweigen halten sollte. „Darf ich deine Hand halten?“, fragte er. Ich legte meine Hand in seine. „Das Weltall kommt mit gerade so riesig vor“, sagte er zu mir. „Ich brauche etwas zum Festhalten.“

Meine Meinung


Der Hauptspielort ist die private Insel der Familie Sinclair. Durch die vielen Beschreibungen konnte ich mir den Ort super vorstellen. Besonders gut gefallen hat mir, dass jede Tochter von Harris ihr eigenes Haus für ihre Familie bekommen hat.

„Herzlich Willkommen bei den wunderschönen Sinclairs. Niemand von uns ist ein Verbrecher. Niemand ein Abhängiger. Niemand ein Versager. Wir Sinclairs sind athletisch, groß und gutaussehend. Wir sind Demokraten aus dem alten Geldadel. Unser Lächeln ist breit, unser Kinn markant und unsere Tennisaufschläge aggressiv. Es spielt keine Rolle, wenn eine Scheidung unser Herz zerreißt, sodass es nur noch widerwillig schlägt. Es spielt keine Rolle, wenn das Geld auf Treuhandkonten knapp wird, wenn wir Kreditkartenrechnungen unbezahlt auf der Küchenanrichte liegen lassen. Es spielt keine Rolle, wenn auf dem Nachttisch eine Sammlung von Tablettenschachteln steht.Es spielt keine Rolle, wenn jemand von uns hoffnungslos, hoffnungslos verliebt ist. So verliebt, dass hoffnungslos verzweifelte Maßnahmen ergriffen werden müssen.
Wir sind Sinclairs. Niemand ist schwach. Niemand hat Unrecht.“

Seite 11

Am Anfang lernen wir Gadence und ihre Familie kennen. Nach außen gibt sich die Familie wie die perfekte amerikanische Familie, doch das ist alles nur Schein. Harris Sinclair ist das Familienoberhaupt und lässt keine Gelegenheit aus das zu erwähnen. Er ist nicht der tolle, liebe Opi sondern der fordernde, traditionsliebender Großvater. Trotzdem sind die Cousinen und Cousin, Johnny, Mirren und Cady, zusammen mit Gat, der Neffe eines Onkels, beste Freunde und verbringen jeden Sommer gemeinsam auf der Insel. Im Sommer 15 wird alles anders. Eines Abends hat Cady eine Unfall. Seitdem hat sie unerträgliche Migräneanfälle und kann sich an nichts mehr aus diesem Sommer erinnern. Das Komische ist, dass niemand mit ihr über diesen Sommer und ihren Unfall reden will. Ihre Mutter verbietet der restlichen Familie sogar Cady darüber aufzuklären. Zwei Jahre nachdem Unfall darf Cady erst wieder zurück auf die Insel ihrer Familie, aber alle verhalten sich merkwürdig, sogar ihre besten Freunde. Immer wenn der Unfall angesprochen wird weichen Mirren, Gat und Johnny aus. Auch Großvater Harris ist plötzlich ganz anders, er scheint verwirrt zu sein und nennt Cady öfter bei dem Namen ihrer Cousine. Als es Cadence endgültig reicht stellt sie Nachforschungen über jene Nacht an. Stück für Stück kommt ihre Erinnerung wieder. Doch mit dem was sie herausfindet hat sie selbst, und auch ich, niemals gerechnet.

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Es gibt viele Rückblende, die aber wenig bis gar nicht verwirrend sind. Ich wusste also immer ob ich mich in der Vergangenheit oder Gegenwart befinde. Das Buch ist in 5 Teile gesplittet und hat viele kleinere Kapitel, durch die ich super schnell voran kam.

Das ganze Buch dreht sich um die Sinclairs. Ein paar Mitglieder werden nur am Rand erwähnt und bleiben im Hintergrund. Das Meiste erfahren wir über unsere 4 Lügner. Jeder hat eigene besondere Charakterzüge. Johnny ist sehr humorvoll, Mirren die pure Freundlichkeit, Gat strebt nach allem Wissen und Cady liebt ihre Familie, doch möchte auch rebellieren. Die Familienverhältnisse sind etwas kompliziert. Die Töchter von Harris wetteifern untereinander und streiten sich darüber, wem welches Erbe zu steht. Jede der Frauen will das was die andere will. Als Vater wäre es Harris Aufgabe den Streit zu schlichten aber er macht genau das Gegenteil. Er stichelt die Frauen an sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Sie ziehen ihre Kinder mit in die Streitigkeiten, doch die sind schlauer und halten zusammen. Das ist eines der wenigen Bücher in dem ich keinen Lieblingscharakter habe. Sie sind alle interessant aber total verblendet durch ihre Gier, ihren Geiz oder anderen Einflüssen.

„Nicht ein einziges Mal schaute er zurück zum Palast, der sein Zuhause gewesen war. Dort hatten sie ihm nicht mal einen Namen gegeben. Doch nun war er frei und konnte losziehen, um sich in der weiten, weiten Welt einen eigenen Namen zu machen. Und vielleicht, nur vielleicht, würde er eines Tages zurückkehren, und diesem beschissenen Palast niederbrennen.“

Seite 212

Fazit


Die Geschichte der 4 Lügner hat mir sehr gut gefallen! Es war sehr spannend zusammen mit Cady ihre Erinnerung aufzufrischen und die Vergangenheit zu ergründen. Die kurzen Kapitel fand ich sehr erfrischend und durch den lockeren Schreibstil kam ich zusätzlich sehr gut voran. Die Charaktere sind alle interessant wenn auch nicht unbedingt sympathisch. Was ich absolut großartig fand ist zu einem der Stammbaum ganz vorne im Buch und zum anderen die kleine Geschichten, die Cady hier und da mal erfindet. Die mit der Schöne und das Biest hat mir am meisten gefallen. Obwohl ich mich eigentlich nicht entscheiden kann, denn die Metapher sind alle fantastisch gewählt und ich wusste sofort auf wen es sich aus der Familie bezieht. Das Ende war sehr überraschend! Mit der Auflösung hätte ich so niemals gerechnet. Es hat mich sprachlos und schockiert zurück gelassen. Und ich hatte sogar Pipi in den Augen, was mir so gut wie nie passiert!
Alle Achtung Frau Lockhart, dass haben sie sehr gut gemacht!
Leseempfehlung!



Montag, 10. April 2017

Rezi: Als ich dich suchte

> Lauren Oliver



Verlag: Carlsen
Seitenanzahl: 368
Preis: 19,99€
Genre: Jugendbuch
Reihe: Einzelband
Erscheinungsdatum: 01/02/2017


Worum geht es?


„Nacktbaden, Nicole?“
Es gibt viele Wörter, die man seinen Vater nie sagen hören will.
Darmspülung. Orgasmus. Enttäuscht.

Nacktbaden steht ziemlich weit oben auf der Liste, vor allem, wenn man gerade um drei Uhr morgens von der Polizeiwache abgeholt wurde und nichts weiter anhat als von der Polizei zur Verfügung gestellte Hosen und ein Sweatshirt, das wahrscheinlich vorher irgendeinem Obdachlosen oder mutmaßlichen Serienmörder gehört hat, weil Kleider, Tasche, Ausweis und Geld vor dem Freibad geklaut worden sind …

Die beiden Schwestern Nick und Dara sind grundverschieden und doch unzertrennlich. Bis Dara Nicks besten Freund Parker küsst. Bis zum Autounfall, bei dem Dara im Gesicht verletzt wird. Seitdem sprechen die Schwestern nicht mehr miteinander. Als Dara an ihrem Geburtstag spurlos verschwindet, glaubt Nick zuerst an einen dummen Scherz. Doch Dara ist schon das zweite Mädchen, das in der Gegend vermisst wird. Nick spürt, dass ihre Schwester in großer Gefahr schwebt und dass sie sie finden muss – bevor es zu spät ist.

Meine Meinung



Das Buch spielt in einem kleinen Städtchen namens Sommerville. Dank des tollen Schreibstils konnte ich mir alles super vorstellen. Besonders toll fand ich das FanLand, da ich Freizeitparks liebe. (arbeiten würde ich dort aber niemals freiwillig 🙊)

Der Einstieg ins Buch ist relativ ruhig. Wir lernen Nick, Dara und ihre besondere Beziehung zueinander schnell kennen. Augenblicklich wird klar das die beiden wie Tag und Nacht sind und trotzdem zusammen halten wie Pech und Schwefel. Umso älter die beiden werden, umso mehr entwickeln sie sich in entgegengesetzte Richtungen. Auf der einen Seite gibt es die perfekte große Schwester und auf der anderen Seite die kleinere, die nur Ärger macht. Trotz ihrer unterschiedlichen Entwicklung halten die beiden noch zueinander, bis Dara mit Parker, Nicks besten Freund, anbändelt. Langsam aber stetig bröckelt die gute Beziehung der Schwestern ab. Nachdem eines Nachts ein schlimmer Unfall passiert, bei dem Dara nicht halb so glimpflich wie Nick wegkommt, bricht der gute Draht, den die beiden hatten, komplett weg. Zu allem Übel zerbricht auch noch die Familie. Der Vater krallt sich schnell ein junges Ding, währen die Mutter schon fast verwahrlost. Nick wohnt vorerst bei ihrem Dad und Dara bei der Mum, doch das bleibt nicht lange so. Schnell wird Nick zur Mutter abgeschoben, weil ihr ein Tapetenwechsel 'gut täte'. Die Schwestern werden wieder miteinander konfrontiert, aber das Verhältnis bleibt unterkühlt. Weil das Leben unfair ist, darf Nick auch noch ihre Ferien im FanLand verbringen, als Angestellte. Bei dieser Gelegenheit trifft sie dann auch ihren besten Freund Parker wieder. Die Geschichte nimmt ihren Lauf, bis zu Daras Geburtstag. Dara taucht zum geplanten Familienessen nicht auf und Nick ist sich, nach einer Entdeckung, sicher, dass Dara in großer Gefahr schwebt. Hängt ihr Verschwinden mit dem mysteriösen Fall von Madeline Snow zusammen? Ein Mädchen das ebenfalls spurlos verschwunden ist, und dass nur ein Ort weit entfernt. Nick zieht los um ihre Schwester zu retten, doch mit dem was sie am Ende findet, hat niemand gerechnet! Und was haben Parker, Madeline Snow und ein zwielichtiger Barbesitzer damit zu tun?

"Das Komische daran, beinahe gestorben zu sein, ist, dass anschließend alle meinen, du müsstest ununterbrochen auf dem Glückstrip sein, Schmetterlingen im grünen Gras nachjagen oder in jeder Ölpfütze auf dem Highway einen Regenbogen entdecken. Es ist ein Wunder, sagen sie dann mit erwartungsvollem Blick, als hättest du ein großes altes Geschenk erhalten, und wehe, du enttäuscht Oma und schneidest eine Grimasse, wenn du das Paket auspackst und einen unförmigen, ausgeleierten Pullover darin findest."

Seite 7

Wir lernen die Schwestern sehr gut kennen. Nick würde alles für ihre kleine Schwester machen, was ich sehr sympathisch finde. Ich selbst habe 4 Schwestern, sie sind zwar alle älter als ich, aber trotzdem kann ich sehr gut mit Nick mitfühlen. Ich empfinde Nick als das typisches Mädchen von nebenan, auch fast schon als ein graues Mäuschen. Dara dagegen ist die größte Partyqueen ganz Sommervilles. Sie macht was sie will, ohne Rücksicht auf Verluste. Obwohl sie so egoistisch ist, empfinde ich sie nicht als unsympathisch. Ich finde es zwar nicht gut, das man ihr alles durchgehen lässt, aber was willste machen. 🙅 Ihre anfängliche Beziehung zueinander finde ich sehr schön, genau so muss man sich als Geschwisterpaar verstehen! Das Nick es nicht toll findet, dass ihre Schwester und ihr bester Freund rummachen kann ich super nachvollziehen. Wenn man ein Dreamteam zu dritt ist, sollte man untereinander nichts anfangen. Das endet nie gut, einer fühlt sich immer wie das fünfte Rad am Wagen. Parker konnte ich am Anfang nichts abgewinnen, weil er für mich der Grund war, weswegen die Schwestern sich voneinander entfernten. Doch je weiter die Geschichte voran kam desto mehr mochte ich ihn. Lauren Oliver hat wiedermal tolle Arbeit geleistet. Alle Haupt- und Nebencharaktere sind total authentisch und liebenswert.

Ich bin ein großer Fan von Lauren Oliver. Nachdem ich „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ und die Amor-Trilogie gelesen habe, musste ich auch zu ihrem neuen Werk greifen. Wie gewohnt ist der Schreibstil emotionsreich und schön beschreibend. Die Geschichte wird aus den Sichten beider Schwestern erzählt, bis zum Verschwinden von Dara. Danach geht es nur noch aus Nicks Perspektive weiter, was ich gut fand, da so die Spannung erhalten blieb. Außerdem gefielen mir die Zeitungsartikel und Tagebucheinträge zwischendurch sehr gut. Das hat zu einem Licht ins Dunkeln gebracht und zum anderen hatte es eine auflockernde Wirkung auf mich.

Fazit


Ich bin total begeistert von dem Buch! Lauren Oliver hat mich wiedereinmal von sich überzeugt und mich in eine andere Welt entführt. Ihr Schreibstil ist genial, genau wie sämtliche ihrer Charaktere. Das Buch ist super unterhaltsam, es wird nie langweilig. Wer ein Jugendbuch sucht, indem es nicht vorwiegend um Liebe gehen soll/muss, ist hier an der richtigen Adresse! Eben das finde ich außerdem so gut an dem Buch. Es ist schön, mal etwas zu lesen, ohne das sich alles um Liebe und Herzschmerz drehen muss. Olivers neues Werk ist von vorne bis hinten spannend, wenn nicht sogar schon ein wenig Thrill drin steckt. Und Leute, das Ende war so krass! Ich denke, die wenigsten Leser haben damit gerechnet. Die Aufklärung war super und hat ein ordentlichen Twist am Schluss herbeigezaubert.

💖Absolute Leseempfehlung!💖




Montag, 3. April 2017

Rezi: Ugly - Verlier nicht dein Gesicht

> Scott Westerfeld





Verlag: Carlsen
Seitenanzahl: 416
Preis: 12,90€
Genre: Jugendbuch
Reihe: Band 1 der Ugly-Pretty_Special-Reihe
Erscheinungsdatum: 01/04/2007

Worum geht es?

Alles wird anders werden!


In wenigen Wochen ist es so weit: Dann bekommt Tally ein neues Gesicht und ein neues Leben. Und sie sieht endlich ihren besten Freund Peris wieder, von dem sie nichts mehr gehört hat, seit er in New Pretty Town lebt. Bei einem verbotenen Streifzug durch das Quartier der Schönen lernt Tally Shay kennen,die wie sie die Wartezeit bis zur Operation mit waghalsigen Streichen überbrückt. Sie verstehen sich auf Anhieb und beschließen ihre letzten Tage als Uglies voll auszukosten. Shay bringt Tally bei, mit dem Hubbrett zu fliegen, so dass sie nachts heimlich das Gebiet jenseits der Stadtgrenze erkunden können. Von Shay erfährt Tally auch, dass es da draußen Menschen gibt, die ein ganz anderes Leben führen: ohne Operation, ohne Überwachung – und ohne Erlaubnis! Als Shay wegläuft, um sich dieser Gruppe anzuschließen, gerät Tally im Fokus der Behörden und wird vor die Wahl gestellt: Entweder spürt sie Shay auf und verrät die Rebellen oder sie wird ihr Leben lang hässlich bleiben ...


Meine Meinung


Schreibstil: Westerfeld schreibt sehr flüssig und locker. Die Natur hat er sehr schön beschrieben. Man hatte das Gefühl mitten im Wald zu stehen.

Setting: Sehr abwechslungsreich war es nicht, aber dennoch wurde es in Uglyville, New Pretty Town oder Smoke nicht langweilig, es gab immer wieder Dinge neu zu entdecken. Smoke hat mir besonders gut gefallen. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie das kleine Dörfchen aufgebaut war. Auch wenn ich die Vorstellung, eine Latrine benutzen zu müssen, eher weniger ansprechend finde, hatte ich liebend gerne eine kleine Erkundungstour durch Smoke gemacht.

Handlung: Am Anfang bin ich etwas holprig ins Buch eingetaucht. Ich fand es auch nicht besonders spannend weswegen ich nur mühsam voran kam. Ich würde sagen das erste Drittel des Buches ist dazu da, um ins Buch so richtig rein zu kommen und die Protagonistin kennen zu lernen. Viel passiert in diesem Teil des Buches nämlich nicht. Erst als sich Tally auf die Reise nach Smoke begibt wird die Geschichte spannend. Das Rätsel von Shay fand ich sehr gut. Smoke an sich hat mir auch sehr gut gefallen. Bis auf die Latrinen, könnte Smoke ein kleines Nest um die Ecke sein. Die Invasion der Specials war gut gelungen auch wenn der Widerstand für mich zu lasch war. Die Rettungsaktion fand ich ziemlich gut. Mit dem Ende hatte ich in dieser Form nicht gerechnet.

Schönheit ist der Medusenkopf,
den Bewaffnete aufsuchen und vernichten.
Erst recht wird er töten, wenn er tot ist,
und wird den Blick auf die Vernichter richten.

Archibald MacLeish, "Beauty"
Seite 281

Charaktere: Tally macht eine gewaltige Entwicklung in dem Buch durch. Am Anfang ist sie völlig naiv und will nur „hübsch“ werden, was anderes ist gar nicht möglich in ihrer Welt. Man wird vom Winzling zum Ugly und danach zum Pretty. Das ist alles was sie kennt und alles was sie will. Doch dann lernt sie Shay kennen. Shay's Ansichten sind ganz anders als Tally's. Shay findet sich so hübsch wie sie ist, womit sie fast allein dasteht in Uglyville. Auch Shay macht eine große Veränderung durch, wie es sich am Ende raus stellt. David ist ein interessanter Charaktere von dem wir gar nicht so viel erfahren. Er ist noch nie in einer der Städte gewesen und ist in Smoke der heimliche Anführer. Seine Eltern sind damals geflüchtet, als sie einem großen Geheimnis auf die Schliche gekommen sind. Im Untergrund haben sie dann Smoke gegründet. Ein weiterer Charakter von dem ich gerne mehr erfahren hätte ist Peris, aber ich hoffe das sich das im 2. Band ändern wird. Denn dann sind wir wahrscheinlich öfter in New Pretty Town unterwegs.

Fazit


Nachdem endlich Spannung ins Buch kam wurde es viel besser. Die Grundidee war klasse, die Umsetzung war ok. Es gibt viele Dystopien in dem die Protagonistin unfreiwillig in eine größere Sache reingezogen wird. Und viele davon haben auch eine Regierung die entweder die Bevölkerung unterdrückt oder wichtige Dinge verschweigt. Ich finde nicht das diese Dystopie aus der Masse heraussticht. Das Setting gefiel mir allerdings sehr gut und die meisten Charaktere gefielen mir auch. Das Ende war sehr überraschend und für mich der beste Teil des Buches. Ich denke ich werde die Reihe weiter verfolgen, auch wenn der Auftakt mich nicht wirklich mitreißen konnte.




Samstag, 1. April 2017

Rezi: After truth

> Anna Todd



Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 764
Preis: 12,99€
Genre: New Adult
Reihe: Band 2 der After -Reihe
Erscheinungsdatum: 14/04/2015

Worum geht es?

Zutiefst verletzt hat Tessa ihre stürmische Beziehung zu Hardin beendet, Seit sie die Wahrheit über ihn erfahren hat, fühlt sie sich verraten und gedemütigt. Sie will ihr Leben zurück - ihr Leben vor Hardin. Doch da ist die Erinnerung an seine leidenschaftliche Liebe, seine Berührungen, die hungrigen Küsse. Ihr Verlangen nach dem unberechenbaren Mann mit den grünen Augen ist immer noch zu stark. Und sie weiß, dass er sie nicht einfach aufgeben wird. Aber kann er sich ändern? Können sie einander retten, oder wird der Sturm sie in die Tiefe reißen? 


Meine Meinung


Schreibstil: Wie auch im ersten Band gefiel mir die lockere, detaillierte und angenehme Schreibweise sehr. Der Einstieg verlief ohne Probleme, obwohl ich den 1. Band vor längerer Zeit gelesen hatte. 

Handlung: Die Geschichte ist ganz ok. Die Storyline ist nicht super spannend, aber es wird auch nicht langweilig. Todd schafft es, mich richtig in die Charaktere rein zu versetzten und deren Wut, Trauer etc. zu fühlen, aber trotzdem hätte das Buch locker halb so dick sein können. Durch die ewige On-Off-Beziehung und die immer selben Streiterein, flaut die Begeisterung beim Lesen etwas ab. Die Charaktere fand ich jedoch alle wieder sehr interessant, auch wenn der Fokus sehr auf Hardin und Tessa gelegt ist, sodass sich die anderen Charaktere kaum entfalten können. Nichtsdestotrotz möchte man immer weiter lesen, um zu schauen ob die beiden es doch noch packen und ihre Versprechen (endlich mal) einhalten. Am Ende gibt es einen schönen Cliffhänger und noch so viele ungeklärte Fragen.

Setting: Wir befinden uns an vielen unterschiedlichen Orten in diesem Buch. Mal sind wir auf einer Party oder bei Tessa auf Arbeit. Ein anderen Mal sind wir mit zur Uni oder im Ausland. Mit wem wir da sind und was wir da machen, müsst ihr selber raus finden.

Charaktere: Wie schon oben erwähnt dreht sich die Geschichte fast ausschließlich um die beiden Turteltäubchen. Das finde ich schon ein wenig schade, da viele andere (z.B. Landon) auch sehr interessant sind. Ich finde schon, dass sich Tessa und Hardin weiterentwickelt haben. Hardin versucht sich wirklich zu bessern, ob dass gelingt ist eine andere Frage. Auch das Verhältnis zu seinem Dad und seiner Stieffamilie wird besser, trotz Rückschläge. Tessa wird forscher, aufmüpfiger und traut sich endlich auch mal was zu, stellt sich dann sogar gegen ihre Mutter. Das fand ich richtig klasse, ob es an Hardins Einfluss liegt oder nicht, dafür muss ich Tessa loben. Zed ist in seinem Ansehen total gesunken. Ich hoffe Hardin nimmt ihn sich noch mal richtig zur Brust.

Fazit


Ja, die Geschichte hätte spannender sein können. Und ja, würde sich nicht so viel wiederholen, wäre das Buch 300 Seiten dünner. Aber das was man wollte, wurde geliefert. Eine erotische Liebesbeziehung, die anders verläuft als die Meisten. Die Charaktere sind nicht von schlechten Eltern und die Sichtwechsel bringen Abwechslung in die Story. Zusammen mit dem Cliffhänger und dem tollen Schreibstil ergibt das, ein netten Schmöker. Wer sich aber an On-Off-Beziehung stört oder von Wiederholungen genervt ist, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Ich werde die Reihe wohl weiter verfolgen, auch wen ich nicht mit allem 100%ig zufrieden war, aber am Ende siegt doch die Neugier, wissen zu wollen wie und ob die beiden sich retten können.